Jeder von uns schläft mal schlecht. Wir können lange nicht einschlafen, wachen nachts auf und fühlen uns am nächsten Tag wie gerädert.
Die Gründe dafür können vielfältig sein. Da liegt der Schluss nahe, dass wir von einer krankhaften Schlafstörung betroffen sind: der Insomnie.
Doch nur weil man ab und zu schlecht schläft, leidet man nicht automatisch an einer Insomnie.
Tatsächlich schlafen etwa ein Drittel aller Menschen in Deutschland gelegentlich schlecht.
Von einer chronischen Insomnie sind aber weniger Menschen betroffen, nämlich rund sechs Prozent.
Eine chronische Insomnie äußert sich durch folgende Symptome: Betroffene haben Schwierigkeiten beim Einschlafen oder Durchschlafen oder wachen morgens sehr früh auf. Sie sind mit ihrem Schlaf unzufrieden. Diese Schlafbeschwerden bestehen für mindestens drei Monate und treten mehrmals pro Woche auf.
Außerdem sorgen die Schlafbeschwerden für Einschränkungen am nächsten Tag - etwa durch Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten oder Stimmungsschwankungen. Um das Schlafverhalten zu kontrollieren und einem Arzt bei der Diagnosestellung zu helfen, kann es hilfreich sein, ein Schlaftagebuch zu führen.
Darin werden Fragen zum Schlafverhalten beantwortet: etwa wie lange das Einschlafen gedauert hat, oder wie erholt man sich am nächsten Morgen gefühlt hat. Schlechter Schlaf verschwindet meist von selbst wieder und ist kein Grund zur Sorge. Eine chronische Insomnie hingegen sollte gemeinsam mit einem Arzt behandelt werden.