Atemwegserkrankungen wie z. B. Erkältungen, Grippe oder Bronchitis können als Folge (Komplikation) eine Lungenentzündung nach sich ziehen. Um einer Lungenentzündung vorzubeugen, ist es wichtig, das Ansteckungsrisiko durch einfache Verhaltensweisen zu reduzieren und seinen Impfstatus überprüfen zu lassen.

Was kann ich im Alltag tun? Button: Infokorb-Ablage In den Infokorb legen

  • Waschen Sie sich regelmäßig die Hände. Vermeiden Sie unnötige Berührungen von Augen, Mund und Nase. 
  • Niesen und husten Sie in ein Einwegtaschentuch. Falls Sie kein Tuch zur Hand haben, husten und niesen Sie in die Ellenbeuge, nicht in die vorgehaltene Hand. Über die Hände werden Krankheitserreger schnell an andere Personen oder Gegenstände weitergegeben. Entsorgen Sie benutzte Taschentücher unmittelbar nach dem Gebrauch in einen Abfalleimer. 
  • Achten Sie im Allgemeinen auf eine gesunde Lebensweise mit ausreichend Schlaf und abwechslungsreicher Ernährung. Falls Sie rauchen, versuchen Sie, mit dem Rauchen aufzuhören. 

Empfohlene Schutzimpfungen

Schutzimpfungen können das Risiko, an einer Lungenentzündung zu erkranken, reduzieren. So gibt es eine Schutzimpfung gegen Pneumokokken. Sie sind häufige Erreger einer Lungenentzündung.

Wem wird eine Pneumokokkenimpfung angeraten? Button: Infokorb-Ablage In den Infokorb legen

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfiehlt allen Personen ab 60 Jahren die Impfung gegen Pneumokokken mit einem Polysaccharidimpfstoff. Diese Impfung sollte alle sechs Jahre aufgefrischt werden.

Für Personen, die ein erhöhtes Risiko einer schweren Pneumokokkeninfektion aufweisen, ist die Impfung gegen Pneumokokken unabhängig vom Alter empfohlen. Die STIKO nennt folgende Krankheiten als Risikofaktor für schwere Pneumokokkeninfektionen:

  • Angeborene oder erworbene Immundefekte bzw. Immunsuppression wie zum Beispiel Antikörpermangel, fehlende Milz, HIV-Infektion, Immunschwäche während eines Krebsleidens, nach Knochenmarktransplantation oder bei chronischem Nierenversagen
  • Sonstige chronische Krankheiten, beispielsweise des Herzens oder der Atmungsorgane, Stoffwechselkrankheiten (z. B. mit oralen Medikamenten oder Insulin behandeltem Diabetes mellitus), neurologische Krankheiten (z. B. Anfallsleiden)
  • Anatomische und fremdkörper-assoziierte Risiken von Hirnhautentzündungen durch Pneumokokken wie zum Beispiel Liquorfistel oder Cochlea-Implantat

Was gilt für Impfungen bei Kindern? Button: Infokorb-Ablage In den Infokorb legen

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt Kindern zum Schutz vor Lungenentzündungen die folgenden Impfungen:

  • Pneumokokkenimpfung und
  • Impfung gegen Haemophilus influenzae (Hib)

Diese Impfungen bieten Schutz gegen zwei Krankheitserreger, die bei Kindern häufig zu Lungenentzündungen führen können. Kinder erhalten drei Teilimpfungen (Impfdosen) im Alter von zwei, vier und etwa zwölf Monaten (elf bis 14 Monaten) zur Grundimmunisierung gegen diese Erreger. Frühgeborenen wird eine zusätzliche Impfdosis gegen Pneumokokken im Alter von drei Monaten gegeben, das heißt, sie erhalten insgesamt vier Teilimpfungen. In der Regel werden Eltern im Rahmen der Früherkennungsuntersuchungen (U-Untersuchungen) über Impfungen für ihr Kind beraten. Wurde eine Impfung beim Kind versäumt, lässt sie sich nachholen: die Impfungen für Kinder gegen Pneumokokken bis zum zweiten Geburtstag des Kindes, die Impfung gegen Haemophilus influenzae bis zum fünften Geburtstag.

Impfungen gegen die Kinderkrankheiten Masern, Keuchhusten und Windpocken empfiehlt die STIKO für Kinder ebenfalls. Lungenentzündungen können als Komplikationen solcher Kinderkrankheiten auftreten. 

Nähere Informationen zum Thema Impfungen bei Erwachsenen und Kindern finden Sie auch auf den Webseiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZGA) und auf den Webseiten des Robert Koch-Instituts.

Quellen Hinweis: Diese Gesundheitsinformationen können das Gespräch mit der Ärztin oder dem Arzt nicht ersetzen.