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Schnupfen tritt in jedem Alter allein oder mit weiteren Symptomen bei Infektionserkrankungen auf. Solche Erkrankungen, wie zum Beispiel eine Erkältung, Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis), Grippe (Influenza), Masern oder Keuchhusten (Pertussis), werden von Krankheitserregern ausgelöst.

Auch allergische Reaktionen, Fremdkörper in der Nase (vor allem bei Kindern), Vorwölbungen in der Nasenschleimhaut (Nasenpolypen) und Medikamentennebenwirkungen (zum Beispiel bei Nasenspraygebrauch über eine längere Zeit) können Auslöser eines Schnupfens sein. 

Welche Formen von Schnupfen werden unterschieden? Button: Infokorb-Ablage In den Infokorb legen

Schnupfen kann entweder allergisch oder nicht allergisch bedingt sein. Nicht allergischer Schnupfen lässt sich wiederum unterteilen in den ansteckenden (infektiösen) und den nicht ansteckenden (nicht infektiösen) Schnupfen. Beim infektiösen Schnupfen unterscheidet man zwischen dem über eine kurze Zeit (akut) und dem über längere Zeit bestehenden (chronischen) Schnupfen. 

Wie verläuft ein infektiöser, akuter Schnupfen? Button: Infokorb-Ablage In den Infokorb legen

Der infektiöse, akute Schnupfen kann das ganze Jahr über auftreten, vorwiegend jedoch in den kalten Jahreszeiten. Die Zeit zwischen der Ansteckung und dem Auftreten der ersten Symptome (Inkubationszeit) beträgt nur ein bis zwei Tage. Zu Beginn bildet sich vermehrt Schleim in der Nase (Nasensekret). Weißes oder verfärbtes Nasensekret kann sowohl bei einer bakteriellen als auch im Frühstadium einer viralen Entzündung entstehen. Normales Nasensekret ist dünnflüssig und klar. Bei einem Schnupfen kann sich der Schleim verdicken und weißlich aussehen. Abwehrzellen geben dem Nasensekret eine gelbe, mitunter aber auch eine grünliche Farbe. Bakterieller und viraler Schnupfen unterscheiden sich meistens hinsichtlich der Krankheitsdauer. In über 90 % der Fälle ist der Schnupfen durch eine Infektion mit Viren bedingt und dauert etwa sieben Tage. Wenn eine Infektion durch Bakterien vorliegt, dauert der Schnupfen länger an. 

Der akute Schnupfen kann isoliert auftreten. Meistens beginnt er zunächst als Vorstadium ohne vermehrte Schleimbildung mit einem allgemeinen Krankheitsgefühl, Brennen und Kitzeln in der Nase, Niesen und einer behinderten Nasenatmung. Bei einer Erkältung kann der akute Schnupfen von weiteren Symptomen wie Kopfschmerzen, Halsschmerzen und Husten begleitet sein. Dann spricht man von einer Infektion der oberen Atemwege, die vier bis neun Tage andauern kann und in der Regel spontan ohne Spätfolgen abklingt. 

Um den Körper beim Gesundwerden zu unterstützen, sollte sich Betroffene Ruhe gönnen, Stress vermeiden, genügend schlafen und ausreichend trinken. Abschwellende Nasentropfen, -sprays und Nasenspülungen (z. B. mit Kochsalz) erleichtern Schnupfengeplagten das Durchatmen. Da es sich dann erholsamer schläft, sind diese Mittel vor allem abends sinnvoll. Abschwellende Nasentropfen bzw. -sprays sollten aber maximal sieben Tage am Stück angewendet werden, um die empfindliche Nasenschleimhaut nicht zu schädigen.

Welche Hausmittel können bei Schnupfen helfen? Button: Infokorb-Ablage In den Infokorb legen

Nasendusche: Eine Nasenspülung oder Nasendusche mit Kochsalzlösung verflüssigt den Schleim, sodass er besser abfließen kann. Außerdem sollen durch die Spülwirkung die Krankheitserreger nach außen befördert werden. Um die empfindliche Nasenschleimhaut nicht zu schädigen, sollten Sie dieses Hausmittel maximal eine Woche einsetzen. Bei stark entzündeten und vereiterten Nasennebenhöhlen dürfen Nasenspülungen nicht angewendet werden, da wegen der ausgeprägten Schwellung der Schleimhäute die Kochsalzlösung dann möglicherweise nicht mehr richtig abfließen kann.

Nasendusche: So geht's Button: Infokorb-Ablage In den Infokorb legen

  • Schritt 1: Wasser und Salz bereitstellen
  • Schritt 2: Wasser kochen
  • Schritt 3: Salz im Wasser auflösen und abkühlen lassen
  • Schritt 4: Spüllösung von der Hand durch ein Nasenloch einziehen
  • Schritt 5: Kopf neigen und Spüllösung aus der Nase laufen lassen
  • Schritt 6: Alternativ zur Hand Nasendusche nutzen
  • Schritt 7: Nasendusche anwenden

Nasendusche: So geht's

Nasendusche: Was sagen Studien? Button: Infokorb-Ablage In den Infokorb legen

Salzwasser-Nasenduschen (und -Nasensprays), bei denen eine größere Menge Salzlösung in die Nase eingebracht wird, sollen die Symptome bei Infektionen der oberen Atemwege wie Erkältungen, Grippeerkrankungen und Infektionen in Hals, Nase und Nebenhöhlen lindern. 

Eine Übersichtsarbeit aus fünf Studien zeigte, dass Nasenspülungen einen leicht positiven Effekt für Patientinnen und Patienten haben können. Als Nebenwirkungen wurde nur von leichten Beschwerden (Brennen, Reizungen) berichtet; schwerere Nebenwirkungen wurden nicht genannt. Allerdings gab es viele Einschränkungen der Studien, zum Beispiel eine geringe Teilnehmeranzahl, Mängel in der Planung und Durchführung und eine geringe Vergleichbarkeit zwischen den Studien. Auf Grund dieser Einschränkungen und der geringen nachweisbaren Wirksamkeit (Evidenz) kann keine Empfehlung für oder gegen eine Nasenspülung als Standardbehandlung bei Atemwegserkrankungen ausgesprochen werden. 

Quellen Hinweis: Diese Gesundheitsinformationen können das Gespräch mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin nicht ersetzen.