Was ist Husten? Button: Infokorb-Ablage In den Infokorb legen

Husten ist ein wichtiger Schutzreflex des menschlichen Körpers. Um Schleim, Staub oder Fremdkörper aus den Atemwegen zu entfernen, wird beim Husten explosionsartig Luft ausgestoßen. 

Husten wird von speziellen Rezeptoren ausgelöst, die auf bestimmte Reize reagieren. Sie befinden sich unter anderem in Epithelzellen des Rachens, Kehlkopfs, der Luftröhre und der Bronchien. Sie können beispielsweise durch Schleimansammlungen gereizt werden. Wenn dies geschieht, werden Signale an das Gehirn übermittelt, das daraufhin den Hustenreflex auslöst. Neben dieser unwillkürlich ablaufenden Reaktion kann man aber auch absichtlich husten.

Beim Husten handelt es sich nicht um eine eigenständige Erkrankung, sondern um ein Krankheitszeichen (Symptom), das bei verschiedenen Krankheitsbildern auftreten kann. Husten ist ein häufiges Symptom bei akuten Atemwegserkrankungen wie zum Beispiel einer Erkältung oder einer akuten Bronchitis. Diese Infekte sind zumeist durch Viren, seltener durch Bakterien, bedingt und führen zu einer Entzündung in den Atemwegen. Mit der Entzündung einhergehend oder etwas verzögert kann es zu einer verstärkten Schleimbildung kommen. Beides bewirkt den Hustenreiz. Eigentlich halten viele Millionen Flimmerhärchen in der Schleimhaut die Atemwege sauber. Bei einer Infektion kann dieses Reinigungssystem an seine Grenzen kommen. Dann hilft der Husten, den Schleim und mit ihm die Krankheitserreger aus den Atemwegen zu entfernen.

Welche Arten von Husten gibt es? Button: Infokorb-Ablage In den Infokorb legen

Unterschieden wird Husten zum einen nach seiner Dauer. Hält er bis zu drei Wochen an, spricht man von einem „akuten Husten“. Husten zwischen drei und acht Wochen heißt „subakuter Husten“. Dauert der Husten länger als acht Wochen, spricht man von einem „chronischen Husten“. 

Zum anderen lässt sich zwischen Husten ohne Auswurf (trockener Husten oder auch Reizhusten) und Husten mit Auswurf (produktiver Husten) unterscheiden.

Wie verläuft Husten? Button: Infokorb-Ablage In den Infokorb legen

Der plötzlich auftretende Husten bei Infektionen der oberen Atemwege ist zu Beginn meist trocken. Etwas später macht sich die verstärkte Produktion von Schleim bemerkbar, der mit dem Hustenstoß in den Mundraum gelangt. Manchmal sieht der Schleim weißlich-klar aus, er kann aber ebenso gelblich oder grünlich verfärbt sein. Eine solche Verfärbung wird nicht immer von Bakterien in den Atemwegen ausgelöst. Es kann sich um ein Zeichen der normalen körpereigenen Abwehr handeln. Husten kann bei bestimmten akuten Atemwegsinfektionen auch als trockener Reizhusten fortbestehen. Dies kann zum Beispiel bei Grippe oder bei bestimmten Lungenentzündungen der Fall sein. 

Laut allgemein-ärztlicher Leitlinie Husten können Atemwegsinfektionen, die ohne Komplikationen verlaufen, und der damit einhergehende Husten in 60 % der Fälle auch ohne Medikamente folgenlos ausheilen. Sollte sich der Husten nicht bessern oder kommen andere Symptome wie zum Beispiel Atembeschwerden, Kurzatmigkeit, Luftnot oder atemabhängige Schmerzen im Brustkorb hinzu, ist eine rasche ärztliche Abklärung ratsam. Auch Husten, der sich zuerst bessert, dann aber schlimmer zurückkehrt, sollte ärztlich untersucht werden. 

Welche Hausmittel können bei Husten helfen? Button: Infokorb-Ablage In den Infokorb legen

Wasserdampfinhalation: Heiße, feuchte Luft wird schon lange zur Behandlung von Erkältungen eingesetzt und von vielen Personen als sehr angenehm empfunden. Das Inhalieren mit Kochsalzlösung befeuchtet die Schleimhaut in den Atemwegen und soll den dort gebildeten Schleim verflüssigen. Damit unterstützt man die natürliche Reinigungsfunktion der Schleimhaut, die einen wichtigen Teil der Abwehr von Krankheitserregern darstellt. So kann die Inhalation zu einer Linderung der Erkältungssymptome beitragen. 

Die Wasserdampfinhalation ist für Kinder nicht geeignet. Ebenso ist die Verbrühungsgefahr zu beachten. 

Eine Alternative zur herkömmlichen Inhalation von Wasserdampf sind die in der Apotheke erhältlichen Inhalationsgeräte.

Inhalieren: So geht's Button: Infokorb-Ablage In den Infokorb legen

  • Schritt 1: Wasser bereitstellen
  • Schritt 2: Salz und Teelöffel bereitstellen
  • Schritt 3: Wasser zum Kochen bringen und wieder abkühlen lassen
  • Schritt 4: Wasser in eine Schüssel gießen
  • Schritt 5: Drei Teelöffel Salz ins Wasser geben
  • Schritt 6: Handtuch bereitlegen
  • Schritt 7: Inhalieren

Inhalieren: So geht's

Inhalieren: Was sagen Studien? Button: Infokorb-Ablage In den Infokorb legen

Wissenschaftliche Studien haben jedoch gezeigt, dass sich die Erkältungssymptome weder mit einer Inhalation durch ein Gerät noch über dem Wasserbad wesentlich verbessert haben. Zu einer Verschlechterung der Symptome kam es durch die Inhalation aber auch nicht. 

Quellen Hinweis: Diese Gesundheitsinformationen können das Gespräch mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin nicht ersetzen.