Die neue Grippe-Saison startete im Vergleich zum Vorjahr bisher eher ruhig. Doch nun steht es fest: Die Grippewelle hat offiziell begonnen. Denn laut des neuen Influenza-Wochenberichts des Robert Koch-Instituts wurden in der dritten Meldewoche 2.216 Grippe-Fälle bestätigt – in der Vorwoche waren es noch 1.401 Fälle. Doch was unterscheidet eigentlich eine echte Grippe von einer Erkältung? Und wie gut schützt eine Grippeschutzimpfung? Die Stiftung Gesundheitswissen hilft dabei, die Unterschiede zwischen Grippe und Erkältung zu erkennen und klärt auf, für wen eine Grippeschutzimpfung sinnvoll sein kann.
Mit Beginn der Wintermonate steigt auch die Zahl an Atemwegserkrankungen. Wen es erwischt hat, der fragt sich schnell: Ist es eine Erkältung oder doch die Grippe? Die Unterscheidung ist nicht immer leicht, da sich die Symptome ähneln können. Für Verwirrung sorgt zusätzlich, dass eine Erkältung auch als grippaler Infekt bezeichnet wird. „Grippaler Infekt" und "Erkältung" sind also zwei verschiedene Namen für ein und dasselbe Krankheitsbild. Fachleute unterscheiden davon die sogenannte „echte“ Grippe. Sie wird auch Influenza genannt. Denn die Grippe wird durch eine bestimmte Art von Viren ausgelöst, nämlich den Influenza-Viren. Erkältungserreger hingegen sind vielfältig. Zwar handelt es sich auch hier in der Regel um Viren, sie können aber aus vielen verschiedenen Familien stammen. So kommen rund 200 verschiedene Viren, wie Rhino-Viren oder Adeno-Viren, in Frage. Einen eindeutigen Nachweis des Erregers kann nur eine Laboruntersuchung bringen.
Bei einer Erkältung sind die Symptome meist nicht so stark ausgeprägt und treten eher schleichend auf. Bei einer Grippe hingegen fühlt man sich ganz plötzlich krank und hat meist auch stärkere Beschwerden. So können hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen auftreten. Eine Orientierungshilfe zu den Unterscheidungsmerkmalen zwischen Grippe und Erkältung gibt die folgende Tabelle:
Die Grippeschutzimpfung soll die echte Grippe verhindern oder im Verlauf abmildern. Vor einer Erkältung schützt die Grippeimpfung nicht. Laut der Ständigen Impfkommission (STIKO) kann eine einmalige Impfung mit dem von der WHO empfohlenem Impfstoff über die gesamte Grippesaison schützen. Allerdings kann es auch trotz einer Impfung vorkommen, dass man an einer Grippe erkrankt. In diesen Fällen kann die Schutzimpfung jedoch dazu beitragen, dass eine Infektion mit dem Virus weniger schwer verläuft oder nicht so starke Komplikationen (wie z.B. eine Lungenentzündung) verursacht. Eine Grippeschutzimpfung ist freiwillig.
Für einige Personengruppen empfiehlt die STIKO am Robert Koch-Institut eine Impfung in jedem Fall:
Die Grippewelle des letzten Winters fiel verglichen mit anderen starken Grippesaisons deutlich heftiger aus und dauerte länger an, so das Robert Koch-Institut. Nicht nur in Kitas, Schulen und Ämtern machte sich der krankheitsbedingte Personalmangel bemerkbar. Vereinzelt kam es zu Zugausfällen oder S-Bahnen verkehrten nicht mehr in gewohntem Takt. Betroffen war auch der Gesundheitsbereich: So blieben Kreißsäle geschlossen oder Operationen mussten verschoben werden.
Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der Stiftung Gesundheitswissen:
Das Angebot wurde unter wissenschaftlicher Beratung der Charité Berlin erstellt.