Nikotinersatz

Wie wirkt die Nikotinersatztherapie? Button: Infokorb-Ablage In den Infokorb legen

Verschiedene Nikotinersatzprodukte sind auf dem Markt erhältlich. Dazu zählen Kaugummis, Lutschtabletten, Inhalatoren, Nasenspray und Pflaster, die Nikotin erhalten. Das Nikotin wird dabei über die Haut oder über die Schleimhaut in Mund und Nase aufgenommen. Die Produkte sind in jeweils unterschiedlichen Dosierungen verfügbar.

Eine solche Nikotinersatztherapie ersetzt das Nikotin aus Zigaretten vorübergehend mit dem Ziel, die Entzugserscheinungen und damit zugleich das Verlangen nach Zigaretten zu verringern. So soll diese Therapie den Übergang vom Zigarettenrauchen zum vollständigen Nikotinverzicht erleichtern.

Aus Nikotinersatzprodukten gelangt das Nikotin langsamer in den Körper als beim Rauchen, deshalb lässt sich das Genusserlebnis nicht vergleichen. Es ist daher möglich, dass das Verlangen starker Raucherinnen und Raucher (ca. eine Packung und mehr am Tag) nicht vollständig gestillt wird. 

Medikamente

Welche Medikamente zur Rauchentwöhnung gibt es? Button: Infokorb-Ablage In den Infokorb legen

In Deutschland sind zwei Medikamente zur Unterstützung der Rauchentwöhnung zugelassen: Bupropion und Vareniclin. Sie sind rezeptpflichtig und müssen daher von einer Ärztin oder einem Arzt verschrieben werden.

Bupropion Vareniclin

Exkurs: E-Zigarette

Können E-Zigaretten zur Rauchentwöhnung beitragen? Button: Infokorb-Ablage In den Infokorb legen

Auch die E-Zigarette wird als Maßnahme zur Rauchentwöhnung diskutiert. E-Zigaretten sind elektronische Geräte, die eine Flüssigkeit erhitzen, sodass eine Mischung aus Wasserdampf und den weiteren Inhaltsstoffen zur Inhalation entsteht. Die Flüssigkeit enthält neben Nikotin in der Regel die Trägerstoffe Propylenglykol und Glycerin sowie Aromastoffe. Es sind auch E-Zigaretten ohne Nikotin und Aromastoffe verfügbar. Sie sind seit 2006 auf dem Markt, inzwischen in zahlreichen Marken und Modellen. E-Zigaretten sind keine Arzneimittel und auch keine Medizinprodukte und unterliegen daher nicht den entsprechenden gesetzlichen Kontrollen.

Es gibt Raucherinnen und Raucher, die die E-Zigaretten als Möglichkeit ansehen, die Risiken des Rauchens zu reduzieren, da sie weniger Schadstoffe enthalten als Tabak-Zigaretten. E-Zigaretten werden häufig als Alternative angesehen, die mit dem enthaltenen Nikotin Entzugserscheinungen entgegenwirkt. Außerdem können sie das Rauchritual und die damit verbundenen Empfindungen ersetzen. 

Die Verwendung von E-Zigaretten zur Rauchentwöhnung wird intensiv diskutiert. Befürworter sehen in ihnen eine weniger schädliche Alternative zur Zigarette. Auch wird die E-Zigarette als ein möglicher Ansatz zur Rauchentwöhnung gesehen, der ähnlich wirkt wie eine Nikotinersatztherapie: Die E-Zigarette soll den Übergang zum völligen Nikotinverzicht erleichtern.

Andererseits wird befürchtet, dass E-Zigaretten als Ersatzdroge verwendet werden, die Nikotinsucht lediglich von der Zigarette auf die E-Zigarette übertragen und kein Rauchverzicht erzielt wird. Ebenfalls ist eine duale Form des Nikotinkonsums möglich. Darüber hinaus wird darüber diskutiert, ob E-Zigaretten als Einstiegsdroge für Jugendliche und junge Erwachsene dienen und damit eine Gefahr darstellen.

Sind E-Zigaretten weniger schädlich? Button: Infokorb-Ablage In den Infokorb legen

Langzeituntersuchungen zum Dampfen liegen noch nicht vor, sodass nicht ausgeschlossen werden kann, dass E-Zigaretten schädlich sind. Zum einen nimmt man an, dass der Gebrauch von E-Zigaretten weniger schädlich ist als Zigarettenrauchen, da der Dampf weniger Schadstoffe enthält. Zum anderen kann es aber sein, dass diese Schadstoffe schon ausreichen, um die Gesundheit langfristig zu beeinträchtigen. Das Nikotin in den E-Zigaretten könnte zum Beispiel Einfluss auf die Entwicklung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben. Wer E-Zigaretten konsumiert, setzt sich zwar nicht den krebserregenden Stoffen des Zigarettenrauchs aus, aber das Risiko, an Herz und Kreislauf zu erkranken, wird womöglich nicht reduziert.

Quellen Hinweis: Diese Gesundheitsinformationen können das Gespräch mit dem Arzt oder der Ärztin nicht ersetzen.