Aktualisiert im Januar 2022; nächste geplante Aktualisierung: Februar 2022  
Wissenschaftliche Beratung: Dr. med. Dagmar Lühmann, Prof. Dr. med. Martin Scherer

Der Impfstoff Vaxzevria (ursprünglich „COVID-19 Vaccine AstraZeneca“) wird von der Firma AstraZeneca hergestellt. Es handelt sich um einen Vektorimpfstoff. Er wurde am 29.01.2021 in Deutschland zugelassen. Seit der Zulassungsstudie wurden weitere Untersuchungen zu diesem Impfstoff durchgeführt. Auf dieser Seite stellen wir wichtige Ergebnisse aus diesen Untersuchungen vor.

Wie wirksam ist der Impfstoff gegen die Delta-Variante? Button: Infokorb-Ablage In den Infokorb legen

Aktuelle Studienergebnisse (Stand November 2021) zeigen, dass eine vollständige Impfung mit zwei Dosen Vaxzevria die Wahrscheinlichkeit, durch die Delta-Variante an COVID-19 zu erkranken, im Vergleich zu keiner Impfung um etwa 67 % senkt. Mit anderen Worten: Im Hinblick auf die Delta-Variante beträgt die Wirksamkeit von Vaxzevria in Bezug auf das Verhindern von Erkrankungen etwa 67 %. Damit ist die Wirksamkeit geringer als z. B. bei der früheren Alpha-Variante – bei dieser betrug die Wirksamkeit 75 %.

Mehr über die Studie

Was empfiehlt die STIKO zu Vaxzevria? Button: Infokorb-Ablage In den Infokorb legen

Aktuell empfiehlt die STIKO den Impfstoff für Personen ab 60 Jahren zu verwenden. Die Impfung jüngerer Personen ist aber nach sorgfältiger ärztlicher Aufklärung und individueller Entscheidung der impfwilligen Person möglich. Unabhängig vom Alter sollte für die Impfung ein sogenanntes heterologes Impfschema angewendet werden. Das bedeutet, dass Personen, die eine Erstimpfung mit einer Dosis Vaxzevria erhalten haben, die zweite Dosis mit einem mRNA-Impfstoff im Abstand von vier Wochen erhalten.

Mehr zu den aktuell geltenden Empfehlungen

Was weiß man über eine spezielle Form von Thrombosen? Button: Infokorb-Ablage In den Infokorb legen

Nach der millionenfachen Impfung seit der Zulassung des Impfstoffes sind sehr seltene Nebenwirkungen erkannt worden. 
Eine solche sehr seltene Nebenwirkung ist die Bildung von Blutgerinnseln (Thrombosen) bei gleichzeitig erniedrigter Zahl an Blutplättchen, auch als Thrombose-mit-Thrombozytopenie-Syndrom (TTS) bezeichnet. Diese Nebenwirkung kann mit Blutungen einhergehen. Zudem finden sich Blutgerinnsel auch an ungewöhnlichen Stellen wie z.B. den Hirn- oder Lebervenen. Meistens tritt das TTS innerhalb von drei Wochen nach der Impfung auf. 

Anzeichen sind v.a. Kurzatmigkeit, Brustschmerzen, Beinschwellungen, Schmerzen im Bein oder anhaltende Bauchschmerzen, Übelkeit oder Erbrechen, starke oder anhaltende Kopfschmerzen, verschwommenes Sehen, Krampfanfälle oder einige Tage nach der Impfung auftretende Blutergüsse an anderen Stellen als der Einstichstelle. Beim Auftreten einzelner oder aller genannten Symptome wenige Tage nach einer Impfung mit Vaxzevria sollte umgehend ein Arzt, eine Ärztin aufgesucht werden.

Bis Ende November 2021 wurden in Deutschland dem für die Impfstoffsicherheit zuständige Paul-Ehrlich-Institut umgerechnet etwa 16 TTS Fälle pro 1.000.000 Impfungen gemeldet. Bei den Angaben handelt es sich um die Verdachtsfälle, die dem Paul-Ehrlich Institut gemeldet wurden. 

Was weiß man über Guillain-Barré-Syndrom? Button: Infokorb-Ablage In den Infokorb legen

Nach der Impfung mit Vaxzevria sind seltene Fälle von Guillain-Barré-Syndrom (GBS) als Nebenwirkung der Impfung mit Vaxzevria aufgetreten. 

GBS ist eine akute Entzündung des Nervensystems. Zu Symptomen zählen u.a. Lähmungen von zunächst Beinen, die aufsteigen können. Auch die Atmung kann beeinträchtigt sein. Nach entsprechender Behandlung gehen die Symptome in den meisten Fällen wieder weg. Manchmal können die Beschwerden aber bestehen bleiben. 
In der Zulassungsstudie  sind keine Fälle von GBS aufgetreten, da es sich um eine sehr seltene Nebenwirkung handelt. Seitdem wurden wesentlich mehr Menschen mit Vaxzevria geimpft – auch in Deutschland.  

Bis Ende November 2021 wurden dem Paul-Ehrlich-Institut, das in Deutschland für die Impfstoffsicherheit zuständig ist, umgerechnet etwa 9 GBS-Fall pro 1.000.000 Impfungen gemeldet.

Die Informationen stellen keine endgültige Bewertung dar, sondern basieren auf den besten derzeit verfügbaren Erkenntnissen.

Quellen Interessenkonflikte