Berlin, 28.12.2018 - Der tägliche Energiebedarf des Körpers wird durch die Nahrung gedeckt. Dabei gilt es, ausgewogen und in der richtigen Menge zu essen und zu trinken, um dem Körper die benötigte Energie und alle erforderlichen Nährstoffe zuzuführen, ohne überschüssige Pfunde anzusetzen. Aber nicht nur die Menge der Nahrung entscheidet über eine ausreichende Kalorienzufuhr und unser Gewicht, sondern auch ihr Energiewert – das Maß an darin befindlichen Kalorien.

Wie viele Kalorien in einem Lebensmittel stecken, hängt vor allem davon ab, wie „dicht“ die Energie darin ist. Entsprechend reichen bei bestimmten Lebensmitteln bereits kleinere Mengen aus, um den täglichen Energiebedarf zu decken oder auch um zuzunehmen. Von anderen kann man hingegen mehr essen. 

Lebensmittel mit geringer Energiedichte (wenig Kalorien) Button: Infokorb-Ablage In den Infokorb legen

So haben beispielsweise Speisen mit einem hohen Wassergehalt, wie Obst und Gemüse, eine geringe Energiedichte und damit wenig Kalorien. Auch sehr ballaststoffreiche Lebensmittel enthalten meist vergleichsweise wenig Kalorien: Dazu gehören zum Beispiel Vollkornbrot oder Vollkornreis oder auch Hülsenfrüchte wie Erbsen, Bohnen oder Linsen. Die größtenteils unverdaulichen Ballaststoffe in diesen Lebensmitteln bringen der Speise Volumen, aber praktisch keine Energie.

Lebensmittel mit großer Energiedichte (viele Kalorien) Button: Infokorb-Ablage In den Infokorb legen

In sehr fetthaltigen Nahrungsmitteln stecken hingegen meist viele Kalorien. Vor allem Speisen mit der Kombination aus Fett und Zucker, zum Beispiel Süßwaren wie Schokolade oder Kuchen, haben eine hohe Energiedichte. Das heißt, diese Lebensmittel enthalten, bezogen auf eine festgelegte Menge, sehr viele Kalorien. 

Auch sehr stärkehaltige Lebensmittel, die wenig Ballaststoffe enthalten, können eine hohe Energiedichte aufweisen, etwa geschälter Reis oder Weißbrot. Genauso haben Fertiggerichte oft viele Kalorien, da in ihnen oft übermäßig viel Fett und Zucker enthalten ist. Viele andere Lebensmittel, wie Ketch-up, Fertigsalatdressings, Fertigsaucen oder Chips, von denen man es aus geschmacklichen Gründen nicht unbedingt erwartet, enthalten Zucker und sind entsprechend kalorienreich. 

Und schließlich gehören auch besonders bei Kindern beliebte Getränke wie Cola, Limonaden, Energy-Drinks und Fruchtsäfte zu den energiedichten Lebensmitteln, denn auch sie enthalten viel Zucker. 

Dasselbe trifft auch auf Bier, Wein und andere alkoholische Getränke zu. Der Energiewert von Alkohol wird oft unterschätzt. Dabei entfallen auf ein Gramm Alkohol fast genauso viele Kilokalorien (7,1 kcal) wie auf ein Gramm Fett (9,3 kcal). Auch Alkohol, regelmäßig genossen, kann somit zu überschüssigen Pfunden beitragen.

Beispiele für Kaloriengehalte in Speisen und Getränken

Wo finde ich Angaben zum Energiegehalt von Lebensmitteln? Button: Infokorb-Ablage In den Infokorb legen

Angaben zum Energiegehalt (Brennwert) von Lebensmitteln und Getränken und den enthaltenen Nährstoffen findet man auch auf den Verpackungen. Seit Dezember 2016 besteht eine Kennzeichnungspflicht für abgepackte Lebensmittel. Der Energiegehalt kann dabei entweder in Kilokalorien (kcal) oder in Kilojoule (kJ) angegeben sein. Üblicherweise beziehen sich die Angaben auf 100 Gramm oder 100 Milliliter eines Lebensmittels. Um den aufgenommenen Energiegehalt zu berechnen, muss man die jeweils gegessene oder getrunkene Menge berücksichtigen. Kalorien lassen sich dabei ganz einfach in Kilojoule umrechnen und umgekehrt (1 Kilokalorie = 4,184 Kilojoule).

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