Diagnostik

Wie kann Bluthochdruck festgestellt werden? Button: Infokorb-Ablage In den Infokorb legen

Bluthochdruck, auch Hypertonie genannt, kann lange symptomlos verlaufen. Das heißt, Betroffene bemerken ihre Erkrankung gar nicht. Daher ist Bluthochdruck mitunter auch eine Zufallsdiagnose, die der Arzt, die Ärztin im Rahmen anderer Untersuchungen aufgrund bestimmter Auffälligkeiten macht. Erst durch korrekte Blutdruckmessungen ist Bluthochdruck sicher festzustellen oder ein solcher Verdacht zu bestätigen. 

Bei einer Basisuntersuchung misst die Ärztin, der Arzt den Blutdruck fachgerecht und erfasst auch die Krankengeschichte des Patienten, der Patientin genau. Eine körperliche Untersuchung sowie verschiedene Laboruntersuchungen sind außerdem Teil der Basisuntersuchung. Sie sichern die Diagnose ab und können Aufschluss über mögliche Ursachen des Bluthochdrucks geben.

Wie viele Blutdruckmessungen sind nötig für die Diagnose? Button: Infokorb-Ablage In den Infokorb legen

Blutdruckwerte unterscheiden sich abhängig von unterschiedlichen Faktoren wie Tageszeit, körperliche Anstrengung oder Emotionen. Daher sollte die Diagnose Bluthochdruck nicht auf der Basis von nur einer einzigen Messung oder eines einzigen Arztbesuchs beruhen. In der Regel finden wiederholte Blutdruckmessungen bei wiederholten Arztbesuchen statt, um eine dauerhafte Erhöhung des Blutdrucks zu bestätigen. Wie oft und in welchen Abständen man dafür zu Arztbesuchen einbestellt wird, hängt vom Schweregrad des Bluthochdrucks ab. 

Bei Menschen mit stark erhöhtem Blutdruck oder bei klaren Hinweisen auf Organschädigungen durch Bluthochdruck, zum Beispiel Gefäß- oder Nierenschäden, ist auch eine einzelne Blutdruckmessung ausreichend, um die Diagnose zu stellen. 

Zur Absicherung der Diagnose oder auch bei schwankenden Blutdruckwerten kann der Arzt, die Ärztin in anderen Fällen eine 24-Stunden-Blutdrucküberwachung anordnen. Der Patient, die Patientin bekommt dazu ein Blutdruckmessgerät, das am Körper getragen wird. 

Was fragt der Arzt im Patientengespräch? Button: Infokorb-Ablage In den Infokorb legen

Beim Arzt-Patienten-Gespräch geht es darum, die persönliche Krankengeschichte möglichst genau zu erfassen. Der Arzt, die Ärztin fragt zum Beispiel danach, ob bei dem betreffenden Patienten, der Patientin bestimmte Risikofaktoren für Bluthochdruck vorliegen. Dazu zählen zum Beispiel Fälle von Bluthochdruck in der Familiengeschichte oder Lebensgewohnheiten wie Rauchen, Alkoholkonsum oder Ernährungsgewohnheiten. Auch möglicherweise bestehende andere Erkrankungen, frühere medizinische Untersuchungsergebnisse und Behandlungen, Krankenhausaufenthalte, Medikamenteneinnahmen und frühere Blutdruckwerte der oder des Betroffenen werden erfasst.

Was ist noch Teil der Basisuntersuchung? Button: Infokorb-Ablage In den Infokorb legen

In der Regel schließt sich an das Arzt-Patienten-Gespräch eine körperliche Untersuchung an. Neben dem Blutdruck werden dabei Taillenumfang, Körpergröße und Körpergewicht der Patientin oder des Patienten erfasst. Damit lässt sich der Body-Mass-Index (BMI) bestimmen, der Aufschluss darüber gibt, ob Übergewicht oder Adipositas bestehen. Denn auch Übergewicht und Adipositas begünstigen die Entwicklung von Bluthochdruck.

Auch das Herz und die Schlagadern am Hals werden abgehört, um beispielsweise Verengungen der Blutgefäße oder an den Herzklappen zu erkennen. Darüber hinaus wird nach Symptomen wie Brustschmerzen, Atemnot oder Sehstörungen geschaut, die auf Folgeerkrankungen von Bluthochdruck hinweisen können.

Im Rahmen der Basisuntersuchung werden außerdem Laborwerte, wie etwa der Nüchternblutzucker, die Blutfette, einige Blutsalze (Natrium, Kalium, Chlorid) und die Harnsäurekonzentration im Blut, bestimmt. Diese Werte ermöglichen es dem Arzt oder der Ärztin, das persönliche Risiko der Patientin, des Patienten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen besser abzuschätzen und bestimmte Formen von sekundärem Bluthochdruck auszuschließen.

Neben der Blutdruckmessung erfolgt auch die Kontrolle des Pulses, um die Herzschlagrate zu ermitteln und eventuell auftretende Herzrhythmusstörungen festzustellen.

Bei Verdacht auf Herzmuskelschwäche oder Herzmuskelverdickung als mögliche Folgen von Bluthochdruck können darüber hinaus bildgebende Verfahren, wie Röntgenuntersuchungen oder ein EKG, eingesetzt werden.

Welche Untersuchungen können nach der Diagnose nötig sein? Button: Infokorb-Ablage In den Infokorb legen

Auf die Diagnose Bluthochdruck folgen häufig weitere Untersuchungen, um möglicherweise bestehende bluthochdruckbedingte Organschäden zu erkennen. Davon können die Arterien, das Herz, die Nieren, die Augen und das Gehirn betroffen sein. Je nachdem, wo Schädigungen vermutet werden, sind dies beispielsweise Untersuchungen wie ein Ultraschall des Herzens, ein EKG, eine Bildgebung des Gehirns oder ein Ultraschall der Halsschlagadern.

Bestehen Hinweise darauf, dass der Bluthochdruck durch eine andere Erkrankung verursacht wird, zum Beispiel durch eine Nierenerkrankung, eine Schilddrüsenerkrankung oder durch Schlafapnoe, nimmt eine Fachärztin, ein Facharzt zusätzliche Untersuchungen vor. Die Art der Untersuchungen und der zuständige Facharzt hängen von der vermuteten Ursache ab. 

Quellen Hinweis: Diese Gesundheitsinformationen können das Gespräch mit dem Arzt oder der Ärztin nicht ersetzen. Interessenkonflikte