Die Hypnosebehandlung soll den Wunsch zu rauchen abschwächen und den Willen zum Aufhören stärken, indem sie die Konzentration der Betroffenen auf die Behandlung lenkt. Sie wird von darin geschulten Psychologinnen und Psychologen vorgenommen.
Andere Maßnahmen wie Gruppendiskussionen, Schulungsprogramme oder Entspannungsverfahren sind ähnlich aufwendig wie die Hypnosebehandlung. Auch sie werden eingesetzt, um Raucherinnen und Raucher bei der Entwöhnung zu unterstützen.
In einer systematischen Übersichtsarbeit wurde geprüft, ob sechs bis zwölf Monate nach einer Hypnosebehandlung mehr Personen Nichtraucher waren als nach einer Vergleichsmaßnahme. Dafür wurden erwachsene Raucher und Raucherinnen per Zufall in zwei Gruppen aufgeteilt.
Sowohl in der Hypnosegruppe als auch in den Gruppen, die eine andere Maßnahme bekamen, hatten etwa 15 bis 18 von je 100 Teilnehmenden nach sechs bis zwölf Monaten mit dem Rauchen aufgehört. Für eine erfolgreiche Rauchentwöhnung machte es also keinen Unterschied, ob man Hypnose bekommen oder an einer anderen Maßnahme wie Diskussionsrunden, Gruppentreffen oder Entspannungsverfahren teilgenommen hat.
In den Studien fanden sich keine Angaben über Nebenwirkungen bei einer Hypnosebehandlung. Das schließt nicht aus, dass Nebenwirkungen auftreten können.
Einschränkung der Ergebnisse
Angesichts der methodischen Qualität der einzelnen randomisiert-kontrollierten Studien wird die Zuverlässigkeit der Ergebnisse als gering eingeschätzt.
In einer systematischen Übersichtsarbeit aus sechs randomisiert-kontrollierten Studien wurde die Wirksamkeit einer Hypnosebehandlung zur Rauchentwöhnung im Vergleich zu anderen Maßnahmen untersucht, die von den Betroffenen genauso viel Zeit und Aufmerksamkeit verlangten.
Die Hypnosebehandlungen unterschieden sich in den einzelnen Studien voneinander. Sie beruhten aber auf ähnlichen Grundannahmen zur Wirkung der Hypnosebehandlung bei der Rauchentwöhnung.
Auch die Maßnahmen in der Kontrollgruppe, wie z. B. Gruppendiskussionen, Schulungsprogramme und Entspannungsverfahren, unterschieden sich zwischen den Studien. Sie entsprachen in der Anzahl und Dauer aber der jeweiligen Hypnosebehandlung.
Wie wirksam ist eine Hypnosebehandlung im Vergleich zu ähnlich aufwendigen Maßnahmen?
Sowohl in der Hypnosegruppe als auch in den Gruppen, die eine andere Maßnahme bekamen, hatten etwa 15 bis 18 von je 100 Teilnehmenden nach sechs bis zwölf Monaten das Rauchen aufgegeben. Für eine erfolgreiche Rauchentwöhnung machte es keinen Unterschied, ob man eine Hypnose bekommen oder an einer anderen Maßnahme wie Gruppendiskussion, Schulungsprogramm oder Entspannungsverfahren teilgenommen hat.
Bei wie vielen Teilnehmern und Teilnehmerinnen sind in Zusammenhang mit der Behandlung Nebenwirkungen aufgetreten?
In den Studien fanden sich keine Angaben zu Nebenwirkungen bei einer Hypnosebehandlung und den Vergleichsmaßnahmen. Das schließt nicht aus, dass Nebenwirkungen auftreten können.
Angesichts der methodischen Qualität der einzelnen randomisiert-kontrollierten Studien wird die Zuverlässigkeit der Ergebnisse von den Autorinnen und Autoren der systematischen Übersichtsarbeit als gering eingeschätzt.
Die Ergebnisse stammen aus einer systematischen Übersichtsarbeit, die wiederum die Ergebnisse von sechs randomisiert-kontrollierten Einzelstudien auswertet. Insgesamt nahmen 957 erwachsene Raucher und Raucherinnen an den Studien teil. Das Durchschnittsalter der Teilnehmenden in den einzelnen Studien lag zwischen 35 und 43 Jahren. Der Frauenanteil lag zwischen 42 % und 73 %. Die Studien wurden in Australien, Deutschland, der Schweiz und den USA durchgeführt.
Die Informationen und Zahlen stellen keine endgültige Bewertung dar, sondern basieren auf den besten derzeit verfügbaren Erkenntnissen.
In einer Studie wurde untersucht, ob etwa ein Jahr nach einer Hypnosebehandlung mehr Personen Nichtraucher waren als in einer Kontrollgruppe ohne Behandlung.
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Barnes J, McRobbie H, Dong CY, Walker N, Hartmann-Boyce J. Hypnotherapy for smoking cessation. Cochrane Database Syst Rev 2019;6:CD001008.
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Erstellt am: 01.12.2019