zur Übersicht Pressemitteilungen

Wie lässt sich die Vermeidung von Gesundheitsinformationen erklären?

Stiftung Gesundheitswissen präsentiert neue Ergebnisse der Studie HINTS Germany auf dem EbM-Kongress 2020

Pressemitteilung 12.02.2020 - 10:58

im Dialogfenster öffnen
© iStock.com/izusek

Berlin, 12.02.2020 - Warum vermeiden es Menschen, sich zu ihrer eigenen Gesundheit zu informieren? Und wie kann die Informationskompetenz gestärkt werden? Mit neuen Daten aus der Studie HINTS Germany geht die Stiftung Gesundheitswissen auf dem Kongress des Netzwerks für Evidenzbasierte Medizin in den Diskurs.

Ein Gespräch auf Augenhöhe mit dem Arzt führen, eine gemeinsame Entscheidung über die passende Therapieoption treffen – für eine erfolgreiche Behandlung braucht es ausreichendes Gesundheitswissen auch auf Seiten der Patienten. Doch immerhin 28% der Deutschen geben an, dass sie es lieber vermeiden, alles über ihre Gesundheit zu erfahren. Das ergab die aktuelle Trendstudie „HINTS Germany“ der Stiftung Gesundheitswissen und des Hanover Center for Health Communication, zu der deutschlandweit 2.902 Personen befragt wurden. 

Welche Faktoren das Vermeidungsverhalten beeinflussen, unter welchen Bevölkerungsgruppen es besonders verbreitet ist und welche Folgen es haben kann, wenn Patienten nicht über alle wichtigen Informationen zu ihrer Gesundheit verfügen – das ist Gegenstand einer Posterpräsentation der Stiftung Gesundheitswissen auf dem diesjährigen Kongress des Netzwerks für Evidenzbasierte Medizin (EbM-Netzwerk) in Basel. Am 14. Februar 2020 wird die Stiftung Gesundheitswissen dort die Forschungsergebnisse vorstellen und mit Wissenschaftlern, Medizinern und weiteren Akteuren des Gesundheitswesens in den Austausch treten.

Es wird auch diskutiert werden, wie die Ersteller von Gesundheitsinformationen die Informationskompetenz – also die Fähigkeit auf Seiten der Patienten, verlässliche und verständliche Informationen zu bekommen – stärken können. Dabei können die Gründe für das Vermeidungsverhalten nicht nur vielfältig – sondern durchaus legitim – sein: Wem der Umgang beispielsweise mit dem eigenen familiären Krebsrisiko oder mit einer ernsten Erkrankung schwerfällt, für den kann das Nicht-Wissen auch eine Entlastung darstellen und die emotionale Bewältigung unterstützen.  

Unter dem Titel „Nützliche patientenrelevante Forschung“ geht der EbM-Kongress in diesem Jahr der Frage nach, wie Studienergebnisse und Evidenz patientenrelevanter werden können. Weitere Informationen sowie das detaillierte Programm finden Sie unter ebm-kongress.de.

Pressemitteilung als PDF