Wenn die Haut nach einem Aufenthalt in der Sonne heiß und rot wird, juckt und schmerzt, handelt es sich wahrscheinlich um einen Sonnenbrand. Wie Sie sich dann Linderung verschaffen können, erklärt die Stiftung Gesundheitswissen übersichtlich und leicht verständlich.
Ein Sonnenbrand entsteht schneller als gedacht. Es ist eine meist oberflächliche Verbrennung der Haut. Sie reagiert damit auf zu viel UV-Strahlung – meist etwa 4 bis 12 Stunden nach dem Sonnenbad. Die Haut beginnt rot und heiß zu werden, zu jucken und zu schmerzen. In schweren Fällen können sich auch Blasen bilden. Sonnenbrände können die Haut nachhaltig schädigen und das Risiko für Hautkrebs steigern. Deshalb ist es unbedingt notwendig, sich nicht ungeschützt in der Sonne aufzuhalten. Eincremen mit Sonnencreme, die einen hohen Lichtschutzfaktor hat, hilft einen Sonnenbrand zu vermeiden. Das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt für Aufenthalte in großen Höhen, auf Schnee, am und im Wasser und in sonnenreichen Regionen Sonnencreme mit dem Lichtschutzfaktor 50+. Auch lange Kleidung und das Verbleiben im Schatten schützen. Sollte doch mal ein Sonnenbrand entstehen, ist schnelle Linderung gefragt.
Sobald Sie merken, dass Sie einen Sonnenbrand bekommen, sollten Sie aus der Sonne gehen und Ihre Haut kühlen. Doch Vorsicht: Verwenden Sie kein Eis oder eiskalte Kühlpacks. Das könnte die Haut zusätzlich belasten. Am besten kühlen Sie die betroffenen Stellen unter fließendem, sauberem kühlem Wasser oder mit nassen Umschlägen. Auch parfümfreie wasserhaltige Lotionen oder Gels können den Sonnenbrand abmildern. Um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen, der durch das Verbrennen der Haut entstanden ist, sollten Sie genug trinken.
Lotionen oder Cremes mit entzündungshemmenden Wirkstoffen wie Hydrokortison sollen dabei helfen, den Sonnenbrand abzumildern. Allerdings ist nicht nachgewiesen, dass Lotionen mit Kortison besser wirken als welche ohne diesen Wirkstoff. Zudem sind Kortison-haltige Cremes nicht für Kinder, Schwangere und Betroffene mit Hautverletzungen geeignet.
Einem Hausmittel, dem nachgesagt wird, dass es bei Sonnenbrand hilft, ist Honig. Und tatsächlich enthält Honig Wirkstoffe, die bei der Heilung der Haut helfen können. Allerdings sollte der Honig, den man auf die Wunden aufträgt, keimfrei sein. Am besten greift man daher zu medizinischem Honig. Dieser kann laut mehrerer Studien, die die Cochrane Collaboration untersucht hat, bei mittelschweren Verbrennungen die Wundheilung unterstützen.
Mit Cremes, die den Wirkstoff Dexpanthenol (oder Panthenol) enthalten, können die betroffenen Hautstellen gepflegt werden. Dexpanthenol kühlt und hilft, neue Hautzellen zu bilden und die natürliche Schutzbarriere der Haut wiederherzustellen.
Ist die Haut so stark verbrannt, dass sich Blasen auf der betroffenen Stelle bilden, sollten Sie Ihren Hausarzt oder Ihre Hausärztin aufsuchen. Auch wenn Übelkeit, Fieber, Erbrechen oder Kreislaufbeschwerden auftreten, ist es besser, zum Arzt zu gehen. Bei Kleinkindern und Babys ist mehr Achtsamkeit gefragt. Bekommen sie einen Sonnenbrand in Verbindung mit Fieber, Bläschen oder starken Schmerzen, sollte immer ein Arzt aufgesucht werden.
Wir haben Tipps, wie sie einen Sonnenbrand vorbeugen können und was Sie tun können, wenn nach einem Sonnenbad doch mal die Haut brennt und der Kopf brummt.