Berlin, 23. Juni 2026 – Alkoholkonsum zählt weltweit zu den wesentlichen Risikofaktoren für Krankheiten. In der hausärztlichen Praxis wird das Thema jedoch noch zu selten angesprochen. Die Stiftung Gesundheitswissen stellt neue Praxismaterialien vor, die Ärzte gezielt bei der Ansprache von riskantem Trinkverhalten unterstützen sollen. Die Materialien setzen dort an, wo die reine Beratung auf Barrieren stößt: Sie unterstützen eine strukturierte Auseinandersetzung mit dem eigenen Trinkverhalten und visualisieren gesundheitliche Risiken kompakt und leicht verständlich.
Alkohol ist in Deutschland gesellschaftlich breit akzeptiert und wird häufig als selbstverständlicher Bestandteil sozialer Anlässe wahrgenommen. Das Risiko für gesundheitliche Folgen wird hingegen unterschätzt. Eine qualitative Bedarfsanalyse der Stiftung Gesundheitswissen mit Hausärzten zeigt, dass Patienten ihren Konsum herunterspielen. Zudem sind sie von medizinischen Grenzwerten sowie langfristigen Folgeschäden überrascht. Des Weiteren hat die Befragung ergeben, dass der Konsum meist erst bei konkreten Befunden wie auffälligen Leberwerten oder akuten Beschwerden angesprochen wird. Klassische Broschüren zum Thema finden im Wartezimmer kaum Beachtung. Ärzte wünschen sich daher Materialien, die das Problembewusstsein der Patienten schärfen.
Die Stiftung Gesundheitswissen setzt genau dort an und hat unterstützende Materialien für die Vor- und Nachbereitung des Arzt-Patienten-Gesprächs entwickelt:
Die Materialien können Hausärzte dabei unterstützen, Alkoholkonsum niedrigschwellig anzusprechen, Risiken verständlich zu machen und Patienten zur Reflexion ihres Trinkverhaltens anzuregen.
Über das Portal „Gesunde Sprechstunde“ stellt die Stiftung Gesundheitswissen kostenfreie, wissenschaftlich fundierte Patientenmaterialien für das Arzt-Patienten-Gespräch bereit. Ziel ist es, die Beratung in der Praxis zu unterstützen und die gemeinsame Entscheidungsfindung zu stärken. Das Angebot zum Thema Alkoholkonsum umfasst: