Header

Wie tickt unsere innere Uhr?

2:47
Video - 2:47 Minuten

Wie tickt unsere innere Uhr?

Erfahren Sie hier, wie unsere innere Uhr funktioniert und was unseren Schlafrhythmus beeinflusst.
Vorschaubild Innere Uhr
Bitte um das Video zu sehen.

Meistens werden wir müde, wenn es dunkel wird. Aber wie kommt das eigentlich? Und warum sind manche Menschen ausgerechnet dann besonders aktiv und munter? 

Das liegt unter anderem an unserer inneren Uhr. Sie steuert z. B., wann wir wach sind und wann wir schlafen - unseren Schlaf-Wach-Rhythmus. Diese Uhr hat sich bei Menschen auf einen etwa 24-stündigen Rhythmus eingestellt. Der Grund für diesen Rhythmus ist der Hell-Dunkel-Wechsel von Tag und Nacht. Licht beeinflusst also unsere innere Uhr. Über die Augen nehmen wir wahr, ob es draußen hell oder dunkel ist. Diese Information wird an das Gehirn weitergeleitet, wo sich der Hauptimpulsgeber der inneren Uhr direkt über der Sehnervenkreuzung befindet. So werden dann körpereigene Rhythmen auf den äußeren Tag- und Nachtrhythmus unserer Umgebung abgestimmt. 

Die innere Uhr sorgt so dafür, dass wir müde werden. Das passiert unter anderem durch die Ausschüttung von Hormonen. Die Produktion des Stresshormons Cortisol sinkt am Abend während die des Schlafhormons Melatonin bei Dunkelheit steigt. Somit ist unser Schlaf grundsätzlich an den Wechsel von Tag und Nacht angepasst. Allerdings unterscheiden sich Menschen darin, wie ihre innere Uhr tickt, also wann sie am leistungsfähigsten sind und wann sie am liebsten schlafen. Diese sogenannten Chronotypen sind zum Teil genetisch veranlagt und werden unter anderem durch Alter und Geschlecht beeinflusst. Frühaufsteher, auch Lerchen genannt, haben morgens ihr Leistungshoch, können aber schlecht lange wach bleiben. Ganz anders die sogenannten Eulen. Diese sind besonders aktiv in den späten Stunden. Nur das frühe Aufstehen fällt ihnen schwer. Das ist problematisch, wenn Verpflichtungen wie Schule oder Arbeit für einen Konflikt zwischen unserer inneren und der sozialen Uhr sorgen. Das nennt man "Sozialer Jetlag". Und der kann auf lange Sicht zu körperlichen und mentalen Problemen führen. 

Gut zu wissen: Chronotypen können sich im Laufe eines Lebens verändern. Während viele junge  Menschen problemlos lange wach sind, gehen sie im späteren Leben doch wieder etwas früher ins Bett.

Wissen ist gesund.