Was tun bei Schürfwunden?
Schürfwunden sind leichte Verletzungen der obersten Hautschicht. Wir erklären in fünf Schritten, wie man eine Schürfwunde richtig versorgt.
Schritt 1: Wunde einschätzen
Zuerst die Wunde genau anschauen. Muss ein Arzt aufgesucht werden?
Große, tiefe oder stark verschmutzte Wunden brauchen ärztliche Versorgung. Das gilt auch für Wunden an empfindlichen Körperstellen, z. B. am Auge.
Wenn man keinen aktuellen Tetanusschutz hat oder es nicht weiß, sollte man ebenfalls zum Arzt. Alles andere lässt sich meist gut selbst versorgen.
Schritt 2: Hände reinigen
Die Hände gründlich waschen und gegebenenfalls desinfizieren, damit weder Schmutz noch Keime in die Wunde gelangen.
Schritt 3: Wunde reinigen
Die Schürfwunde vorsichtig mit sauberem Wasser abspülen. Blutet sie stark, dann lässt sich die Blutung stoppen, indem man ein sauberes Tuch oder einen Verband aufdrückt.
Schritt 4: Wunde verbinden
Je nach Größe die Schürfwunde mit einem Pflaster oder einem Verband abdecken. Das Material sollte nicht an der Wunde kleben bleiben. Salben, Sprays oder Desinfektionsmittel nur nach ärztlicher Anweisung verwenden.
Schritt 5: abwarten und beobachten
Der Verband sollte ein bis zweimal täglich gewechselt und die Wunde überprüft werden. Ist die Haut um die Wunde gerötet, warm oder geschwollen? Hat sich Eiter gebildet oder tritt Fieber auf? Dann ab zum Arzt. Ansonsten gilt Geduld haben und nicht an der Kruste kratzen. So kann die Wunde nach sieben bis zehn Tagen heilen.
Wissen ist gesund.