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Klimawandel: Einfluss auf Körper und Psyche – Das können Sie tun

Starkregen, Überschwemmungen, extreme Trockenheitsperioden, Hitzewellen – diese Wetterereignisse werden durch den Klimawandel zunehmen und sind auch heute schon in Deutschland zu spüren. Gleichzeitig nimmt z. B. die Luftverschmutzung zu, es gibt mehr Allergien und Krankheitskeime können sich schneller ausbreiten.

Anlässlich der Weltklimakonferenz COP29, die vom 11. bis 22. November 2024 in Baku (Aserbaidschan) stattfindet, gibt die Stiftung Gesundheitswissen einen Überblick, welchen Einfluss der Klimawandel auf die eigene Gesundheit haben kann. Und stellt umfassende Informationen bereit, wie eine nachhaltige Lebensweise den Körper und die Umwelt schützen können – multimedial aufbereitet, leicht verständlich und evidenzbasiert.

Vorschaubild des Videos zu gesundheitlichen Folgen des Klimawandels
Bitte um das Video zu sehen.

Welche Folgen hat der Klimawandel für meine Gesundheit?

Der Klimawandel beeinflusst unser Leben auf viele Arten. Eine davon ist unsere Gesundheit. Aber wie genau hängen Klimawandel und Gesundheit zusammen? Ganz grob lassen sich vier Bereiche unterscheiden, in denen der Klimawandel unser gesundheitliches Wohlbefinden beeinflusst: Wetter, Ernährung, Tiere und Pflanzen sowie Psychische Folgen.

Besonders stark machen sich die Folgen des Klimawandels durch mehr Wetterextreme bemerkbar. So werden zum Beispiel die Sommermonate immer heißer.
Manche Menschen können dadurch krank werden. Vor allem Kinder oder Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen wie Herzkrankheiten oder Diabetes mellitus. Durch mehr Sonnentage steigt außerdem das Risiko für Sonnenbrände und Hautkrebs.

Auch Trockenheit und Feinstaub können der Gesundheit zu schaffen machen: Besonders Menschen mit Atemwegs- und Lungenerkrankungen spüren die Auswirkungen.

Das Wetter hat auch entscheidenden Einfluss auf unser Nahrungsangebot: Fällt über längere Zeit kein Regen, entstehen Dürren - das Grundwasser wird knapp. Es kann zu Ernteausfällen kommen. Bestimmte Lebensmittel sind dann vielleicht nicht mehr verfügbar – oder nur noch zu deutlich höheren Preisen.

Auch die Tier- und Pflanzenwelt ist direkt vom Klimawandel betroffen: Viele Tier- und Pflanzenarten sind durch den Klimawandel bedroht oder sterben aus. Stattdessen werden andere Arten aus wärmeren Ländern bei uns heimisch. Nicht alle davon sind harmlos – wie beispielsweise Mücken, die tropische Krankheiten übertragen.

Der Klimawandel kann sich auch auf die seelische Gesundheit auswirken: Manche Menschen sorgen sich, wie die Folgen des Klimawandels ihre Zukunft verändern. Gleichzeitig fühlen sie sich machtlos, daran etwas zu ändern. Daraus können beispielsweise Depressionen und Angsterkrankungen entstehen.

Eine nachhaltige und bewusste Lebensweise kann unsere Gesundheit und das Klima langfristig schützen. Und dazu kann jeder in allen Bereichen des täglichen Lebens etwas beitragen. Dazu gehört was wir essen und trinken, wie wir uns fortbewegen, was und wieviel wir kaufen und wie gut wir über die enge Verbindung von Umwelt und Gesundheit Bescheid wissen.

Welche gesundheitlichen Risiken der Klimawandel mit sich bringen kann und wie wir uns davor schützen können, erfahren Sie auf dem Gesundheitsportal der Stiftung Gesundheitswissen.

Wissen ist gesund.

Welchen Einfluss hat der Klimawandel auf die Psyche?

Der Gedanke an den Klimawandel und seine Folgen kann Ängste auslösen. Viele Menschen fühlen sich bedroht, traurig, wütend oder hoffnungslos, wenn sie an die Zukunft denken. Gerade junge Menschen fühlen sich hilflos. In einer repräsentativen Umfrage der Stiftung Gesundheitswissen haben 24 Prozent der unter 30-Jährigen gesagt, dass Gedanken und Gefühle an den Klimawandel sie im Alltag beeinträchtigen, z. B. weil sie Bauch- und Kopfschmerzen bekommen. Vier Prozent sagen sogar, dass ihnen die Angst vor dem Klimawandel jegliche Energie raubt und sie der Alltag überfordert.

Manche Menschen fühlen sich durch ihre Ängste gelähmt. Andere treiben sie dazu an, etwas gegen den Klimawandel zu unternehmen. Etwa 80 Prozent der Befragten unter 30 Jahren sind bereit, sich aktiv gegen den Klimawandel einzusetzen und dafür auch Einschränkungen in Kauf zu nehmen.

Nachhaltig leben – wie beeinflusst das den Klimawandel?

Mit einer nachhaltigen Lebensweise kann jeder Einzelne einen kleinen Beitrag dazu leisten, den Klimawandel mit seinen Folgen auszubremsen und die Umwelt zu schonen. Daraus ergeben sich auch Vorteile für die eigene Gesundheit.

Was macht eine nachhaltige Ernährung aus?

Avocados, Quinoa, Chia-Samen – diese sogenannten Superfoods werden oft für eine gesunde Ernährung in den Speiseplan integriert. Doch wie gesund sind sie wirklich und gibt es auch heimische Alternativen? Denn was wir essen, beeinflusst auch das Klima. Die Stiftung Gesundheitswissen hat exotische Superfoods mit heimischen verglichen und die Studienlage zu den Lebensmitteln angeschaut.

Wie kann ich mich vor Hitze schützen?

Lange Hitzewellen machen vielen Menschen zu schaffen. Für einige hat die Wärmebelastung auch gesundheitliche Folgen. Was kann man tun, um sich auf Hitzewellen vorzubereiten? 

Auch in der Schule: Fit gegen Hitze

Hitze beeinträchtigt auch die Leistungsfähigkeit von Schülern, Schülerinnen und Lehrkräften.

Quellen und Hinweise

Unsere Gesundheitsinformationen können eine gesundheitsbezogene Entscheidung unterstützen. Sie ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit einem Arzt oder einer Ärztin und dienen nicht der Selbstdiagnostik oder Behandlung.

Unsere Angebote werden regelmäßig geprüft und bei neuen Erkenntnissen angepasst. Eine umfassende Prüfung findet alle drei bis fünf Jahre statt. Wir folgen damit den einschlägigen Expertenempfehlungen, z.B. des Deutschen Netzwerks für Evidenzbasierte Medizin.

Informationen dazu, nach welchen Methoden die Stiftung Gesundheitswissen ihre Angebote erstellt, können Sie in unserem Methodenpapier nachlesen.

Erstellt vom Team Stiftung Gesundheitswissen.

Die Stiftung Gesundheitswissen hat das Ziel, verlässliches Gesundheitswissen in der Bevölkerung zu stärken. Die an der Erstellung unserer Angebote beteiligten Personen haben keine Interessenkonflikte, die eine unabhängige und neutrale Informationsvermittlung beeinflussen.

Weitere Hinweise zum Umgang mit Interessenkonflikten finden Sie hier.

Alle unsere Angebote beruhen auf den derzeit besten verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnissen. Sie stellen keine endgültige Bewertung dar und sind keine Empfehlungen.

Weitere wichtige Hinweise zu unseren Angeboten finden Sie hier.

Erstellt am: 01.11.2024