Insomnien werden vorrangig mit Verhaltenstherapien und Medikamenten behandelt. Erfahren Sie mehr über die Behandlungsziele bei Insomnie, die einzelnen Optionen und wie sie eingesetzt werden. Diese Seite informiert Sie auch ausführlich über die internetbasierte kognitive Verhaltenstherapie, eine Online-Variante bei der Behandlung von Insomnie.
Behandlungsziele bei Insomnie sind die Verbesserung der nächtlichen Schlafqualität und Schlafdauer sowie eine bessere Tagesbefindlichkeit.
Warum Insomnie behandelt werden sollte, erklärt Prof. Dr. Dieter Riemann, Leiter der Abteilung Schlafforschung an der Universitätsklinik Freiburg, im Film:
Insomnie wird häufig doch so als Bagatelle gesehen. Na ja, ich schlafe ja auch schlecht, dann trinkst du mal ein Glas Rotwein mehr, kommt schon in Ordnung. Das ist eine Sichtweise, die der Sachlage nicht gerecht wird. Weil wir auch intensiv dazu forschen und wir denken, dass gerade Insomnie, Schlaflosigkeit sowas wie auch eine Eintrittspforte für psychische Erkrankungen ist. Das heißt, dass sich infolge dann Depressionen, Angststörung entwickeln und wir glauben, dass, wenn man frühzeitig die Insomnie angeht, eventuell man auch diese Folgen verhindern kann. Wir wissen auch, dass es eine Art Prädiktor ist für körperliche Erkrankungen. Betroffene mit Insomnie haben häufiger Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Auch hier denken wir, dass da ein Eingehen auf die Insomnie eventuell auch diese Risiken alle reduziert. Und von daher mein Plädoyer, Schlaflosigkeit ernst nehmen, vernünftig diagnostizieren, körperliche, psychische Ursachen eruieren und dann eben auch entsprechend behandeln.
Die kognitive Verhaltenstherapie ist auf die Ursache der Schlafstörung ausgerichtet und nicht nur auf die Beschwerden. Oft spielen psychische Faktoren eine Rolle bei der Entstehung und dem Andauern einer Insomnie. Nach den aktuellen ärztlichen Leitlinien wird daher die Verhaltenstherapie, möglicherweise kurzfristig in Kombination mit Medikamenten, bei Insomnie als die Methode der Wahl empfohlen.
Die Behandlung der Insomnie mit schlaffördernden Medikamenten kann lediglich die Beschwerden wie Einschlaf- und Durchschlafschwierigkeiten lindern, geht aber nicht deren Ursachen an. Schlaffördernde Medikamente sollten laut ärztlicher Leitlinie nur über einen kurzen Zeitraum eingenommen werden. Bei einigen Medikamenten besteht bei längerer Einnahme das Risiko, eine Abhängigkeit zu entwickeln.
Zur kognitiven Verhaltenstherapie wird eine Vielzahl psychotherapeutischer Methoden gezählt. Man geht dabei davon aus, dass unser Verhalten erlernt ist und verändert oder wieder verlernt werden kann. Unser Erleben und unser Verhalten werden durch Wahrnehmungen, Einstellungen und Überzeugungen beeinflusst. Im Zusammenhang mit Schlafstörungen bedeutet dies, dass sich unser Schlaf korrigieren lässt, wenn wir uns unser Verhalten bewusst machen und es gegebenenfalls verändern.
Die kognitive Verhaltenstherapie bieten Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten mit einer verhaltenstherapeutischen Ausbildung an. Sie findet in Form von Einzel- oder Gruppentherapie oder in einer Kombination aus beidem statt. Eine kognitive Verhaltenstherapie kann ambulant in einer psychotherapeutischen Praxis, aber auch stationär in einem Krankenhaus oder teilstationär in einer Tagesklinik erfolgen. Studien zeigen, dass die Verhaltenstherapie bei Insomnie das Einschlafen und die Schlafqualität verbessern kann.
Die Dauer einer kognitiven Verhaltenstherapie hängt vom Schweregrad und dem bisherigen Verlauf der Erkrankung ab. Mitunter genügen bereits wenige Behandlungstermine, manche Menschen benötigen aber auch eine längerfristige Behandlung. In der kognitiven Verhaltenstherapie finden die Behandlungen meist regelmäßig statt, üblicherweise einmal pro Woche circa eine Stunde. Daher dauert die Therapie insgesamt mehrere Wochen bis Monate.
Ergänzend dazu gibt es Apps und Software, die mit den Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie arbeiten. Zwei dieser Anwendungen sind derzeit als Digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) zur Therapie von Schlafstörungen in Deutschland zugelassen.
Für die Behandlung von Insomnie können kognitive Verhaltenstherapien sowohl persönlich als auch online eingesetzt werden. Verschiedene Studien haben vergleichend untersucht, welchen Nutzen und Schaden beide Therapiemöglichkeiten haben können.
Wieso hilft eine Psychotherapie bei Insomnie?
Wir denken, dass es ganz wichtig ist, dass, wenn man chronisch schlecht schläft, dass man guckt, was kann ich tun, an Behandlungsmöglichkeiten und entsprechend einen Psychotherapeuten, Psychiater aufsucht. Weil da wirklich Optionen zur Verfügung stehen, auch wirklich gut zu helfen und auch relativ schnell zu helfen. Das hat nichts damit zu tun, dass man da zweihundert Stunden jetzt auf der Couch liegen müsste und die Kindheit aufarbeiten muss. In vielen Fällen kann man mit kurzen Interventionen, in zwei, drei Wochen, zwei, drei Sitzungen für den Betroffenen helfen.
Was wird in diesen Sitzungen konkret gemacht?
Aktuell wirklich die Methode der Wahl, auch durch viele Fachgesellschaften abgesichert und durch Evidenz aus der wissenschaftlichen Fachliteratur, ist die sogenannte kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie, Kurzbegriff KVTI. Was versteht man darunter? Das sind einerseits Entspannungstechniken, progressive Muskelentspannung, die Regeln zur Schlafhygiene, wie, eben nicht auf die Uhr schauen, keinen Alkohol trinken, spezifische, verhaltenstherapeutische Techniken, Stimulus Kontrolle, Schlafrestriktion. Stimulus Kontrolle heißt, das Bett ist nur zum Schlafen da. Das heißt, nachts aufstehen, wenn man nicht schlafen kann. Das heißt auch, tagsüber nicht schlafen. Es heißt, regelmäßiger Rhythmus und das heißt auch, wenn man nicht einschlafen kann, wieder aufstehen. Die Schlafrestriktion geht in dieselbe Richtung und bedeutet, dass man die Bett-Zeit verkürzt. Viele Betroffene leiden darunter, vielleicht nur fünf, sechs Stunden Schlaf zu bekommen und die Schlafrestriktion sagt dann, das ist jetzt dein Zeitfenster. Fünf Stunden, weil damit der Schlafdruck verstärkt wird und dann man wieder schnell ein- und durchschläft. Nur in den fünf Stunden und dann dehnt man die Zeiten wieder aus. Ist aber anstrengend, fordert Betroffene auch heraus natürlich. Und was noch ein wichtiger Bestandteil ist, sind natürlich sogenannte kognitive Techniken, um nächtliche Grübeleien zu reduzieren, wo man mit dem Patienten Strategien bespricht. Wie kriege ich dieses Gedankenkreisen aus meinem Kopf raus nachts? Und wenn jetzt, sage ich mal, keine schwerwiegende körperliche oder psychische Erkrankung vorliegt, kann man sicherlich sechzig, siebzig Prozent schon mal ganz gut helfen, der Betroffenen gut helfen, mit diesen Techniken.
Wie kann man die Wartezeit auf einen Therapieplatz überbrücken?
Also es dauert häufig natürlich sehr lange, um einen Therapeuten oder eine Therapeutin zu finden. Ganz einfach, weil es doch relativ wenige gibt, die wirklich auf die Insomnie spezialisiert sind. Die Frage ist natürlich, was mache ich in der Zwischenzeit? Eine Option kann natürlich sein, auf auch internetbasierte Programme zurückzugreifen. Auch da gibt es in Deutschland inzwischen qualitätsgesicherte Programme, wobei qualitätsgesichert für mich bedeutet, dass es ein Programm ist, das evaluiert worden ist. An nicht nur zehn Patienten, sondern vielleicht an hunderten von Patienten und nachweislich eine Wirkung nachgewiesen wurde. Die Inhalte sind natürlich genau dieselben. Der einzige Unterschied ist natürlich, dass die Inhalte sozusagen dann vorgegeben werden, je nachdem, wie die Struktur ist, es strukturiert ist. Es gibt Programme, da haben Sie viele Filme dabei, da haben Sie permanent Fragen und Antworten, wo man sich so durchhangeln kann und dadurch sozusagen den Lerneffekt erzielt. Auch präventiv, da sehe ich auch einen großen Punkt.
Verschiedene Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie sind für die Behandlung von Insomnie geeignet. Diese Therapiemethoden können einzeln oder in Kombination angewendet werden. Die Auswahl der Therapiemethoden erfolgt auf Grundlage des Beschwerdebildes und unter Berücksichtigung von Wünschen und Bedürfnissen der betroffenen Person.
Fester Bestandteil der Insomniebehandlung und Grundlage für weitere Therapiebausteine ist die Psychoedukation. Sie ist häufig der Beginn einer Behandlung. Die Psychoedukation vermittelt Wissen über den Schlaf und über Schlafstörungen, aber auch über die zur Verfügung stehenden Behandlungsmöglichkeiten.
Beispielsweise informiert die Psychotherapeutin, der Psychotherapeut über den Ablauf und die Funktionen des Schlafs. Er oder sie versucht außerdem herauszufinden, ob der Patient, die Patientin Vorstellungen zum Thema Schlaf hat, die die Schlafstörung eher verstärken. Auch wird gemeinsam erarbeitet, welche möglichen Auslöser und aufrechterhaltenden Faktoren für die Schlafstörung im individuellen Fall vorliegen.
Ein weiterer Aspekt der Psychoedukation ist die Vermittlung sogenannter „schlafhygienischer Regeln“. Es handelt sich hierbei um Empfehlungen von Maßnahmen, die das Ein- und Durchschlafen fördern sollen.
Menschen ohne Schlafstörungen verbinden ihr Bett und ihre Schlafumgebung gewöhnlich mit Schlafen und Erholung. Zubettgehen in der gewohnten Schlafumgebung ist ein Reiz (Stimulus), der bei gesunden Menschen zu körperlicher Entspannung führt und das Einschlafen erleichtert. Bei Menschen mit Insomnie kann diese positive Verknüpfung gestört sein. Im Verlaufe der Erkrankung verknüpfen viele Betroffene ihr Bett und ihre Schlafumgebung vielmehr mit Grübeln, Angst, weiteren negativen Gefühlen und eben schlechtem Schlaf. Anstatt sich im Bett zu entspannen, reagieren sie mit Anspannung. Das Einschlafen wird dadurch weiter erschwert.
Ziel der Stimuluskontrolle ist es, die schlafhinderlichen negativen Verknüpfungen aufzuheben und das Bett erneut mit Schlaf und Erholung zu verbinden. Um diese Verknüpfung wiederherzustellen, werden bestimmte Verhaltensregeln vermittelt. Dazu gehört zum Beispiel, erst ins Bett zu gehen, wenn man wirklich müde ist. Auch sollte man das Bett nur zum Schlafen und nicht zum Lesen, Arbeiten oder Fernsehen nutzen.
Viele Menschen, die unter Insomnie leiden, verbringen deutlich mehr Zeit in ihrem Bett, als sie tatsächlich schlafen. So gehen viele Betroffene extra früh ins Bett mit der Idee, dass sie so trotz Einschlafschwierigkeiten genügend Schlaf bekommen. Oder sie versuchen, Schlafmangel durch einen Mittagsschlaf auszugleichen. Obwohl dieses Verhalten erst einmal sinnvoll erscheint, kann es dazu beitragen, die Schlafstörung zu verfestigen. Versuche, möglichst viel zu schlafen, bauen das individuelle Schlafbedürfnis ab und erschweren Einschlafen und Durchschlafen. Anders ausgedrückt: Wenn jemand einen Mittagsschlaf macht, ist die Müdigkeit am Abend weniger stark und das Einschlafen kann länger dauern als sonst.
Ziel der Bettzeitrestriktion ist es, ein schnelles Einschlafen zu ermöglichen und häufiges Aufwachen in der Nacht zu vermindern. Zu diesem Zweck wird die Zeit im Bett deutlich verkürzt. In der Regel bedeutet dies, dass die Zubettgehzeit auf später verschoben wird. Auf einen Mittagsschlaf wird ganz verzichtet. Durch die Begrenzung der Bettzeit erhöht sich der Schlafdruck am Abend und das Einschlafen fällt leichter.
Eine häufige Nebenwirkung dieser Methode ist, dass sie zu Behandlungsbeginn zu einer Verschlimmerung der Beschwerden führt. So nimmt zum Beispiel die Tagesmüdigkeit zunächst zu.
Viele Menschen mit Insomnie werden von Gedanken an ihre Alltagsprobleme oder an ihre Schlaflosigkeit wachgehalten, wenn sie eigentlich schlafen wollen. Beides führt zu einer Anspannung, die das Einschlafen noch mehr erschwert. Um diesen Kreislauf zu durchbrechen, bieten sich verschiedene Gedankenübungen an.
Zwei Beispiele:
„Gedankenstuhl“: Bei dieser Therapiemethode wird am Tag ein gewisser Zeitraum und Ort in der Wohnung gewählt, zum Beispiel ein gemütlicher Stuhl, um sich dort ganz bewusst mit seinen Sorgen, anstehenden Aufgaben und Problemen zu beschäftigen. Ziel ist es, dass die Auseinandersetzung mit diesen Themen am Tage erfolgt und nicht im Bett vor dem Einschlafen oder in der Nacht.
„Kognitive Umstrukturierung“: Hierbei geht es darum, schlafhinderliche Gedanken zu erkennen und zu verändern. Ein schlafhinderlicher und nicht immer zutreffender Gedanke ist zum Beispiel: „Wenn ich nicht gut schlafe, bin ich am nächsten Tag nicht fit und leistungsfähig.“
Ziel der Therapie ist es, stattdessen realistische und positive Gedanken zu entwickeln: „Wie fit und leistungsfähig ich bin, hängt nicht nur davon ab, ob ich gut oder schlecht schlafe. Ich weiß, dass es auch Tage gab, an denen ich viel geschafft habe, obwohl ich keine gute Nacht hatte.“
Entspannungsverfahren eignen sich für Patientinnen und Patienten, die vor dem Schlafen schwer zur Ruhe kommen. Es gibt verschiedene Entspannungstechniken, die nach den eigenen Bedürfnissen ausgewählt werden können.
Die „Progressive Muskelentspannung“ ist zum Beispiel besonders gut geeignet für Menschen, denen es schwerfällt, sich körperlich zu entspannen. Bei dieser Technik geht es darum, verschiedene Körperpartien bewusst anzuspannen und wieder zu entspannen.
Eine andere Entspannungsmethode sind „Phantasiereisen“. Das kann zum Beispiel ein gedanklicher Spaziergang am Strand sein. Dieses Verfahren fördert vor allem die gedankliche Entspannung.
Andere Behandlungsmöglichkeiten für Insomnie setzen darauf, die Schlafstörung anzunehmen und belastende Gedanken darüber loszulassen. Dabei hilft zum Beispiel Achtsamkeits-Training oder Mindfulness.
Bei Achtsamkeit geht es darum, den Umgang mit belastenden Gedanken und Gefühlen zu verbessern, die häufig Schlafprobleme auslösen oder verstärken. Mit verschiedenen Übungen lernt man, die Aufmerksamkeit gezielt auf das Hier und Jetzt zu richten anstatt in schlafraubendes Grübeln zu verfallen.
Die Akzeptanz-Commitment-Therapie – eine Form der Verhaltenstherapie – soll dabei helfen, unangenehme Gedanken und Gefühle anzunehmen. Ziel ist es trotz dieser gemäß den eigenen - wichtigen - Lebenszielen zu handeln – ein Ansatz, der auch bei Schlafproblemen hilfreich sein könnte.
Zusammen mit anderen Techniken der kognitiven Verhaltenstherapie könnten diese Methoden zu einem erholsameren Schlaf verhelfen.
Erfahren Sie im Studiencheck, welchen Nutzen und Schaden eine kognitive Verhaltenstherapie (KVT) bei der Behandlung von Insomnie haben kann.
Manchmal müssen Menschen mit Insomnie sehr lange auf einen Therapieplatz warten. Andere haben Vorbehalte gegenüber der Behandlung oder können wegen Zeitmangel oder räumlicher Entfernung nicht an regelmäßigen Sitzungen teilnehmen. In solchen Fällen können Onlinetherapien eine Lösung sein.
Onlinetherapien oder internetbasierte kognitive Verhaltenstherapien (iKVT) sind Selbsthilfeprogramme, die sich an den Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie orientieren. Die Nutzerinnen und Nutzer werden angeleitet, die Methoden mit Hilfe einer digitalen Anwendung (App oder Online-Kurs) selbstständig zu erlernen und anzuwenden.
Internetbasierte Selbsthilfeprogramme können begleitet oder unbegleitet sein. Unbegleitete Selbsthilfeprogramme bearbeiten Nutzerinnen und Nutzer komplett selbstständig. Von einem begleiteten Selbsthilfeprogramm wird gesprochen, wenn die Nutzerin, der Nutzer das Programm überwiegend selbstständig anwendet, aber eine zusätzliche professionelle Begleitung erhält, zum Beispiel in Form von inhaltlichen Rückmeldungen.
Studien zeigen, dass Apps zur Behandlung von Insomnie Schlafprobleme verbessern können.
Im Vergleich mit der persönlichen Verhaltenstherapie erzielen sie ähnlich gute Ergebnisse. Allerdings gibt es nur wenige Studien mit wenigen Teilnehmenden, die beide Therapieformen verglichen haben. Deshalb werden die Apps derzeit nicht als alleinige Behandlung empfohlen.
In Deutschland sind drei Onlinetherapien zur Behandlungen von Insomnie zugelassen (Stand November 2025). Sie können von einem Arzt oder einer Ärztin verschrieben werden. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen dann die Kosten dafür.
„somnio – Das digitale Schlaftraining“ besteht aus mehreren Modulen, die unter Anleitung eines virtuellen Schlaftrainers in einem Zeitraum von vier bis sechs Wochen durchlaufen werden. Dazu soll man jeden Tag ein Schlaftagebuch ausfüllen. Mit den Angaben im Schlaftagebuch erstellt die App ein personalisiertes Training zur Schlafverbesserung.
„HelloBetter Schlafen“ richtet sich an Menschen mit Einschlaf- oder Durchschlafstörungen, die ihren Schlaf selbst nicht als erholsam empfinden, sowie Menschen mit Insomnie. Das Onlinetraining besteht aus acht Trainingseinheiten von jeweils 60 Minuten.
Die Anwendung besteht aus einem Schlaftagebuch sowie Wissen und Übungen zur Entspannung und Änderung der Schlafgewohnheiten. Das Onlinetraining „HelloBetter Schlafen“ steht ein Jahr lang zur Verfügung. Laut Herstellerangaben erhalten die Nutzerinnen und Nutzer jede Woche eine Rückmeldung zu ihren Schlaftagebuchaufzeichnungen von einer Psychologin, einem Psychologen.
Somnovia ermittelt ebenfalls die Ursachen der Schlafstörung sowie die Schlafgewohnheiten mittels eines virtuelle Schlafcoaches. Es werden Techniken für einen besseren Schlaf vermittelt, die auf der kognitiven Verhaltenstherapie basieren. Es könne auch Schlafqualität, Schlafzeiten und Aufwachzeiten getrackt werden.
In Deutschland gibt es mehrere Apps, die zur Behandlung von Insomnie ärztlich verschrieben werden können. Wir haben die Studienlage zu diesen Apps überprüft: Wie gut können sie Schlafprobleme verbessern? Und haben Sie womöglich auch Nebenwirkungen?
Bei Schlafstörungen scheint manchmal der Griff zur Schlaftablette oder zum Beruhigungsmittel der einfachste Weg zu sein, um das Problem zu lösen. Fachleute raten jedoch nur zu Schlafmitteln, wenn eine Verhaltenstherapie den Schlaf nicht verbessert.
In Deutschland sind verschreibungspflichtige und freiverkäufliche Schlafmittel erhältlich. Letztere werden zur Behandlung der Insomnie nicht empfohlen. Grundsätzlich sollten Schlafmittel nur für begrenzte Zeit angewendet werden. Die meisten verschreibungspflichtigen Medikamente sollten nicht länger als vier Wochen eingenommen werden.
Zu den in Deutschland mit am häufigsten verordneten Schlaf- und Beruhigungsmitteln zählen die Benzodiazepine und Benzodiazepin-Rezeptor-Agonisten (BzRA). Diese und weitere Schlafmittel stellen wir in den nächsten Abschnitten vor.
Benzodiazepine verstärken im Gehirn an verschiedenen Stellen die Wirkung des körpereigenen Botenstoffes GABA. Dadurch wirken sie nicht nur schlaffördernd, sondern auch allgemein beruhigend und angstlösend. Sie entspannen die Muskeln, können aber auch das Denkvermögen beeinträchtigen.
In Deutschland sind verschiedene Wirkstoffe aus der Gruppe der Benzodiazepine zur Kurzzeitbehandlung von Schlafstörungen zugelassen: Flunitrazepam, Flurazepam, Lormetazepam, Nitrazepam, Temazepam, Triazolam, Oxazepam und Brotizolam. Diese unterscheiden sich vor allem in ihrer Wirkdauer.
Zu den Nebenwirkungen zählen Schwindel, Benommenheit und Konzentrationsschwierigkeiten. Man fühlt sich als habe man einen „Kater“. Das Gefühl kann bis zum nächsten Tag anhalten. Man ist in dieser Zeit nicht fahrtüchtig und sollte auch keine schweren Maschinen bedienen. Vor allem bei älteren Menschen steigt das Risiko für Stürze. Man sollte keinen Alkohol trinken, wann man Benzodiazepine eingenommen hat, weil Alkohol die Nebenwirkungen verstärken kann.
Der Körper gewöhnt sich sehr schnell an Benzodiazepine. Werden die Medikamente nach einem längeren Einnahmezeitraum abrupt abgesetzt, kann die Schlafstörung sofort wieder zurückkehren. Deshalb sollte man Benzodiazepine nicht länger als vier Wochen einnehmen. Das Absetzen sollte außerdem schrittweise erfolgen, das bedeutet, dass die Dosis nach und nach herabgesetzt wird.
Benzodiazepin-Rezeptor-Agonisten (BzRA) wirken ähnlich wie die Benzodiazepine, aber nicht so lange. Daher sind die Nebenwirkungen am Folgetag meist weniger ausgeprägt. Dennoch sollte man nach Einnahme von BzRA laut Herstellerangaben, je nach Wirkstoff, für bis zu mindestens 12 Stunden kein Fahrzeug führen oder Maschinen bedienen. Insbesondere ältere Menschen sollten auf anhaltende Wirkungen oder Nebenwirkungen am nächsten Tag achten und gegebenenfalls die Dosis verringern. BzRA weisen zudem die gleichen Gewöhnungseffekte wie Benzodiazepine auf. In Deutschland sind drei BzRA für die Kurzzeitbehandlung von Schlafstörungen zugelassen: Zolpidem, Zoplicon und Eszopiclon.
In den USA, wo deutlich mehr Schlafmittel eingenommen werden als in Deutschland, wurde von Fällen berichtet, in denen Menschen nach Einnahme von BzRA begannen, im Schlaf komplexe Handlungen auszuführen und dabei teilweise verunglückten. Die Betroffenen sind zum Beispiel schlafgewandelt, spazieren gegangen, Auto gefahren oder haben Hausarbeiten verrichtet. Die US-amerikanische Gesundheitsbehörde hat daraufhin für die USA verfügt, dass auf den Packungsbeilagen von BzRA ein entsprechender deutlicher Warnhinweis angebracht sein muss.
Wir haben recherchiert und ausgewertet, wie wirksam Schlafmittel bei Insomnie sind und mit welchen Nebenwirkungen und Folgen zu rechnen ist. Die Ergebnisse lesen Sie in unseren Studienchecks.
Dualen Orexin-Rezeptor-Antagonisten (DORA) sind eine neue Wirkstoffklasse zur Behandlung der Insomnie. Aus dieser Wirkstoffklasse ist seit 2022 in Deutschland der Wirkstoff Daridorexant verfügbar. DORA hemmen die Wirkung sogenannter Orexine, die als Botenstoffe das Gehirn wach halten. Hemmt man diese Botenstoffe, fühlt man sich also auch weniger wach. Daridorexant scheint bislang nicht körperlich abhängig zu machen. Deshalb kann die Anwendung bis zu drei Monate und ggf. darüber hinaus erfolgen, sollte jedoch so kurz wie möglich sein. Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten müssen allerdings auch bei Orexin-Rezeptor-Antagonisten beachtet werden. Ebenfalls können bestimmte Begleiterkrankungen wie z.B. schwere Leberfunktionsstörungen eine Therapie mit Daridorexant ausschließen. Die häufigsten Nebenwirkungen von Daridorexant sind Kopfschmerzen und Schläfrigkeit am nächsten Tag. Der Hersteller empfiehlt für etwa neun Stunden nach Einnahme keine Fahrzeuge zu führen oder Maschinen zu bedienen.
Antidepressiva sind Medikamente zur Behandlung von Depression. Antidepressiva können stimmungsaufhellend, antriebssteigernd und angstlösend, aber auch beruhigend wirken. Antidepressiva mit überwiegend beruhigender Wirkung werden daher auch bei Schlafstörungen eingesetzt.
Schlaffördernde Medikamente, die zur Behandlung von Depressionen zugelassen sind, können Patientinnen und Patienten mit Schlafstörungen verschrieben werden, obwohl sie eigentlich nicht für diese Anwendung zugelassen sind. In der Regel werden sie dann in einer niedrigeren Dosis eingesetzt als bei einer Depression.
Zu den möglichen Nebenwirkungen von Antidepressiva gehören Mundtrockenheit, Probleme beim Wasserlassen, Magen-Darm-Beschwerden und Verwirrtheit. Je nach verwendetem Präparat können auch Herzrhythmusstörungen, niedriger Blutdruck und Gewichtszunahme auftreten.
Antidepressiva können die Wirkung anderer Medikamente verstärken oder abschwächen. Daher muss vor der Verordnung sehr sorgfältig abgewogen werden, ob sich die Antidepressiva mit den anderen Medikamenten vertragen, die ein Patient, eine Patientin einnimmt.
Antipsychotika sind Medikamente zur Behandlung von schweren psychischen Erkrankungen, die z. B. mit Erregungszuständen, Wahnideen, Halluzinationen, Denkzerfahrenheit und weiteren Störungen des Erlebens oder Verhaltens einhergehen.
Einige Antipsychotika verlangsamen alle psychischen Vorgänge, vermindern den Eigenantrieb und machen müde. Insbesondere für die Behandlung sehr alter Patientinnen und Patienten sind in Deutschland zwei Antipsychotika für die Kurzzeitbehandlung von Schlafstörungen, auch ohne Vorliegen einer psychischen Erkrankung, zugelassen: Pipamperon und Melperon. Die Behandlungsdauer mit diesen Wirkstoffen sollte so kurz wie möglich gehalten werden.
Bei allergischen Reaktionen wie Heuschnupfen oder Asthma wird viel Histamin freigesetzt. Histamin ist ein wichtiger Botenstoff an vielen Stellen im menschlichen Körper. So haben auch Zellen im Gehirn Andockstellen für Histamin. Ältere Antihistaminika entfalten ihre Wirkung, indem sie alle Andockstellen von Histamin blockieren. In den Atemwegen lassen sich damit allergische Reaktionen behandeln, im Gehirn führt die Blockade der Andockstellen allerdings auch zu Müdigkeit. Moderne Antihistaminika zur Allergiebehandlung gelangen dagegen kaum noch vom Blut ins Gehirn und machen also (fast) nicht mehr müde.
Bei der Einnahme ist zu beachten, dass bereits nach wenigen Tagen ein Gewöhnungseffekt eintritt. Das heißt, die Tabletten wirken nicht mehr so gut wie am Anfang. Auf keinen Fall sollte daraufhin die Dosis erhöht werden, weil dann die Wahrscheinlichkeit von Nebenwirkungen steigt. Dazu gehören Herzrhythmusstörungen, erhöhter Augeninnendruck, Sehstörungen, Mundtrockenheit, Herzrasen, saures Aufstoßen, Verstopfung und Schwierigkeiten beim Wasserlassen.
Patienten und Patientinnen, die an grünem Star (Glaukom), einer Prostatavergrößerung, Epilepsie oder akutem Asthma leiden, dürfen Antihistaminika nicht einnehmen. Dies gilt auch für schwangere und stillende Frauen. Damit es nicht zu unerwünschter Schläfrigkeit am Tage kommt, sollten die Antihistaminika spätestens acht Stunden vor der geplanten Aufstehzeit eingenommen werden.
Nebenwirkungen wie Gedächtnisstörungen, Stürze und wahnhafte Zustände wurden vereinzelt bei älteren Menschen beobachtet. Daher stehen die Antihistaminika auf der Liste der für Ältere möglicherweise ungeeigneten Medikamente.
Melatonin ist ein Botenstoff, der an der natürlichen Regulierung des Schlafrhythmus beteiligt ist. Bei Schlafstörungen kann Melatonin als Medikament eingesetzt werden.
Als Medikament ist Melatonin in Deutschland verschreibungspflichtig. Da der Körper den Botenstoff sehr schnell abbaut, wird das Medikament in einer Zubereitung angeboten, die den Wirkstoff nur langsam freisetzt. Zur Kurzzeitbehandlung bei Insomnie ist es für Menschen über 55 Jahren zugelassen. Als Nebenwirkungen können gelegentlich beispielsweise Reizbarkeit, Nervosität, Rastlosigkeit, Albträume, Beeinträchtigungen der Gedächtnisleistung, Aufmerksamkeitsstörung, schlechter Schlaf, Bauchschmerzen, Verstopfung, Mundtrockenheit, vermehrtes nächtliches Schwitzen und Gewichtszunahme gelegentlich auftreten.
Patientinnen und Patienten mit Nieren- oder Leberschäden sollten kein Melatonin erhalten.. Das Gleiche gilt für Menschen mit Autoimmunerkrankungen. Gewöhnungseffekte und Entzugserscheinungen sind für Melatonin bisher nicht bekannt.
In Deutschland werden zudem melatoninhaltige Produkte als Nahrungsergänzungsmittel vermarktet. Diese Präparate sind in Reformhäusern, Drogerien und Apotheken erhältlich. Sie enthalten mehrheitlich weniger Melatonin als das verschreibungspflichtige Medikament, einige Präparate enthalten zusätzlich pflanzliche Wirkstoffe wie Passionsblume, Melissenblätter oder Hopfenzapfen.
Freiverkäufliche Schlafmittel wie Antihistaminika oder pflanzliche Schlafmittel werden bei Insomnie nicht empfohlen.
Neben den hier genannten Therapien werden weitere Behandlungen für Schlafstörungen angeboten. Allen gemeinsam ist, dass sie bisher nicht wissenschaftlich auf Wirksamkeit geprüft wurden oder dass die Ergebnisse der Überprüfung nicht eindeutig waren. Das schließt aber nicht aus, dass manche Betroffene diese Therapien als hilfreich bei der Überwindung ihrer Schlafprobleme empfinden.
Neben den medizinisch-psychologischen Behandlungsformen bestehen weitere Möglichkeiten, einen gesunden Schlaf zu unterstützen.
Unsere Gesundheitsinformationen können eine gesundheitsbezogene Entscheidung unterstützen. Sie ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit einem Arzt oder einer Ärztin und dienen nicht der Selbstdiagnostik oder Behandlung.
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Aktualisiert am: 21.01.2026