Berlin, 03.07.2018 - Das Elektrokardiogramm zählt zu den wichtigsten Untersuchungsmethoden in der Medizin. Ärzte diagnostizieren damit unter anderem Herzrhythmusstörungen. Doch wie funktioniert das EKG?

An der rechten Vorhofwand des Herzens befindet sich der Sinusknoten. Er sendet elektrische Impulse, die sich über das Herz ausbreiten, damit es gleichmäßig schlägt. Beim Elektrokardiogramm (EKG) messen Elektroden, wie sich die Herzströme im Organ ausbreiten und zurückbilden. Die Elektroden sind an Brustkorb, Armen und Beinen befestigt und erfassen die elektrische Erregung an der Hautoberfläche. Diese Informationen geben sie an ein Aufzeichnungsgerät weiter. Auf einem Monitor werden sie schließlich grafisch als Wellenlinie dargestellt. 

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Anhand des Wellenverlaufs bewerten Ärzte die Herzfrequenz und den Herzrhythmus. Dabei analysieren sie auch, ob Patienten an bestimmten Herzkrankheiten wie etwa Vorhofflimmern leiden. Grundsätzlicher Vorteil des EKGs: Während der Untersuchung muss nichts in den Körper eingeführt werden. 

Die EKG-Arten

Das Elektrokardiogramm ist vielfältig einsetzbar. Mithilfe der folgenden drei gängigen Untersuchungsmethoden finden Ärzte heraus, ob Patienten gesund sind oder sie etwa an Herzrhythmusstörungen leiden.

Ruhe-EKG Belastungs-EKG Langzeit-EKG

Der Sinusrhythmus Button: Infokorb-Ablage In den Infokorb legen

Taktgeber des Herzens ist der Sinusknoten. Normalerweise löst er kleine Stromstöße aus, die sich auf einem festgelegten Weg im Herzen ausbreiten. Diese Herzströme misst das Elektrokardiogramm (EKG).

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EKG-Kurve bei gesundem Sinusrhythmus

Bei einem gesunden Herzen wird im EKG eine typische wiederkehrende Kurve sichtbar. Die erste kleine Welle zeigt, wie sich die Ströme in den Vorhöfen ausbreiten. Der große Ausschlag stellt dar, wie sich die Ströme in den Herzkammern ausbreiten. 

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EKG-Kurve bei Vorhofflimmern

Beim Vorhofflimmern entstehen die Stromstöße nicht nur am Sinusknoten, sondern auch an anderen Stellen. Die unregelmäßigen Reize lassen die Vorhöfe sehr viel schneller schlagen als normal. Das wird auf einem Elektrokardiogramm sichtbar.

Quellen