Verschiedene Lebensgewohnheiten können den Verlauf des Diabetes Typ 2 beeinflussen. Diese Gewohnheiten zu ändern, ist ein wichtiger Baustein der gesamten Diabetesbehandlung. Erfahren Sie, welche Möglichkeiten es gibt, erhöhte Blutzuckerwerte ohne Medikamente zu senken.
Eine Veränderung des Lebensstils gilt als Grundlage der Diabetes-Behandlung bei allen Patientinnen und Patienten. Dazu zählen folgende Maßnahmen:
Wenn die Behandlungsziele durch die Veränderung des Lebensstils nicht erreicht werden können, kommen ergänzend blutzuckersenkende Medikamente zum Einsatz. Ein gesunder Lebensstil sollte jedoch auch bei Einnahme von Medikamenten fortgeführt werden.
In Patientenschulungen lernen Betroffene, wie sie den Umgang mit ihrer Erkrankung im Alltag meistern und wie sie die verschiedenen Behandlungsmaßnahmen eigenverantwortlich umsetzen können. Es wird unter anderem besprochen, wie Diabetes Typ 2 entsteht und welche Folgeschäden die Krankheit verursacht. Man lernt aber auch, wie Ernährung und Bewegung den Blutzucker beeinflussen können. Außerdem üben die Teilnehmenden, den eigenen Blutzuckerwert selbst zu messen. Patientenschulungen werden zumeist im Rahmen des Disease-Management-Programms (DMP) angeboten.
Das Leben mit Diabetes kann anfangs schwierig sein. Um den Umgang mit der Erkrankung zu erleichtern, gibt es spezielle Schulungen, in denen Betroffene u. a. mehr über ihre Erkrankung und die Therapie erfahren.
Sport und Bewegung senken den Blutzuckerspiegel auf natürliche Weise und wirken sich so in der Regel positiv auf den Diabetes aus. Denn die körperliche Belastung sorgt dafür, dass die Zellen kurzfristig wieder besser auf Insulin reagieren und den Zucker aus dem Blut aufnehmen können.
Darüber hinaus kann körperliche Aktivität auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen, Muskeln und Gelenke stärken und zum Abbau von Übergewicht beitragen. Zudem steigert Bewegung das Wohlbefinden und die Lebensqualität.
Wie haben Patientinnen und Patienten die Diagnose Diabetes Typ 2 aufgenommen? Wie hat die Krankheit den Alltag verändert? Die Stiftung Gesundheitswissen hat mit Erkrankten gesprochen. Sie haben uns ihre Erfahrungen im Video geschildert.
Wie viel Bewegung wird empfohlen?
Menschen mit Diabetes Typ 2 wird empfohlen, möglichst mehrmals pro Woche körperlich aktiv zu sein. Die WHO und die American Diabetes Association (ADA) empfehlen mindestens 150 Minuten moderate Bewegung pro Woche. Moderate Bewegung empfindet man als etwas anstrengend, kann sich dabei aber noch unterhalten. Beispiele sind Wandern, Schwimmen oder Radfahren. Jüngere und körperlich fitte Menschen können sich auch für mindestens 75 Minuten pro Woche intensiv bewegen. Bei intensiver Bewegung kann man sich nicht mehr gut unterhalten. WHO und ADA empfehlen, die Bewegungseinheiten auf mindestens drei Tage in der Woche zu verteilen. Menschen, die längere Zeit sitzen müssen, wird zudem empfohlen, alle 30 Minuten kurz aufzustehen und sich auszustrecken oder ein paar Schritte zu gehen.
Generell ist es ratsam, sich vom Arzt, von der Ärztin untersuchen zu lassen, bevor man mit einer neuen Sportart beginnt oder Sport und Bewegung deutlich steigert. Dabei lässt sich auch klären, wie man eine Unterzuckerung beim Sport vermeidet. Für Patienten und Patientinnen ist es wichtig zu wissen, was sie tun können, falls doch eine Unterzuckerung auftritt.
Welche Arten von Bewegung sind geeignet?
Welche Arten von Bewegung geeignet sind, hängt auch von der körperlichen Verfassung der Patientin oder des Patienten ab. Der behandelnde Arzt, die behandelnde Ärztin kann Menschen mit Diabetes Typ 2 zum Thema Bewegung beraten. Geeignete Sportarten sind zum Beispiel Kraftsport oder Ausdauertraining wie Schwimmen, Walking oder Fahrrad fahren. Ab einem Alter von rund 40 Jahren wird Patienten und Patientinnen zudem empfohlen, die Geschicklichkeit, Reaktionsfähigkeit und Beweglichkeit zu trainieren. Yoga und Tai-Chi bieten sich dafür beispielsweise an.
Aber auch in den Alltag lässt sich mehr Bewegung einbauen, z. B. indem man die Treppe statt des Aufzugs nimmt oder Fahrrad anstatt Auto fährt. Auch Gartenarbeit oder Spaziergänge steigern die Aktivität im Alltag. Im folgenden Video erklärt Dr. Astrid Tombek vom Diabetes-Zentrum Bad Mergentheim wie man bei Diabetes in Bewegung kommt.
Diagnose Diabetes mellitus Typ 2: Was meint der Arzt, wenn er sagt, ich soll mich mehr bewegen?
Also Bewegung ist sehr wichtig zur Therapie des Diabetes, eine der Basistherapien. Aber wenn man sich lange nicht mehr bewegt hat und man vielleicht auch durchs Übergewicht sich da sehr schwertut, ist es erst mal gut, wenn man überhaupt in die Bewegung kommt. Also vielleicht eben mal die Treppe nehmen statt den Lift oder eben sich mehrmals bücken oder mehr einfach im Haushalt versuchen, unterwegs zu sein, vielleicht mit einem Schrittzähler mal zu messen, wie aktiv bin ich denn überhaupt? Und wenn man da Erfolge hatte, kann man dann auch vielleicht versuchen, mal einen längeren Spaziergang zu machen oder mal zu walken oder vielleicht tatsächlich irgendetwas an Sport auszuprobieren, was man früher auch mal gerne gemacht hat.
Wie finde ich eine passende Sportart für mich?
Tatsächlich soll es hauptsächlich Spaß machen. Und welche Sportart Spaß macht, ist tatsächlich das, was der Patient für sich erst mal empfindet. Oftmals ist es das, was Sie früher gerne gemacht haben. Natürlich, wenn ich jetzt an Tennis denke, dann ist das etwas, was stark auf die Gelenke geht und auch stark aufs Herz geht. Dazu brauche ich eine Gesundheit, Herzgesundheit und auch eine Gesundheit der Gelenke, dass ich das auch machen kann, dass ich mich belasten kann. Es gibt die Empfehlung, so allgemein, dass es sehr sehr effektiv ist, wenn man Kraft und Ausdauer kombiniert. Also wenn man irgendwas, zum Beispiel einen Spaziergang, macht und dann vielleicht noch eine Gymnastik hinterher schiebt. Aber das ist so etwas, was auch individuell jeder für sich selber finden muss. Es muss in erster Linie Spaß machen.
Was sollte ich beachten, bevor ich mit dem Sport beginne?
Das ist natürlich schon so, wenn ich jetzt richtig Sport mache, also nicht nur die Alltagsbewegung, sondern ich bin so motiviert, dass ich sage: "Ich möchte mal auch wieder mich mehr körperlich wirklich belasten." Dann macht das natürlich Sinn, erst mal beim Arzt vorbeizugucken, dass der einen Belastungs-EKG macht und guckt, ob das Herz auch gesund ist und aushält, dass man sich wirklich auch vom Herzen her belastet.
Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie auf dem Gesundheitsportal der Stiftung Gesundheitswissen.
Wissen ist gesund.
Viele Menschen denken, dass man mit Diabetes auf zahlreiche Lebensmittel verzichten muss. Strenge Diäten und spezielle Lebensmittel gehören aber inzwischen der Vergangenheit an.
> Erfahren Sie hier mehr zu Ernährungsmythen bei Diabetes.
Heutzutage gelten für Menschen mit Diabetes die gleichen Ernährungsempfehlungen wie für Menschen ohne Diabetes. Empfohlen wird eine gesunde, ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung, mit möglichst vielen Vitaminen, Ballaststoffen und Mineralstoffen. Die Ernährung kann auf die persönliche Situation und die Behandlungsziele der Betroffenen angepasst werden. Auf folgende Dinge kann dabei geachtet werden:
Kohlenhydrate liefern dem Körper Energie und beeinflussen den Blutzucker direkt. Sie sind in fast allen Lebensmitteln enthalten. Jedoch liegen sie in unterschiedlicher Form vor. In Kohlenhydraten sind Zuckerteilchen miteinander verbunden. Je mehr Zuckerteilchen, desto länger braucht der Körper, um sie aufzuspalten. Es dauert dann auch länger, bis der Zucker ins Blut gelangt und so der Blutzuckerspiegel ansteigt.
Vor allem Lebensmittel wie Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Gemüse enthalten Kohlenhydrate, die den Blutzucker nur langsam ansteigen lassen. Lebensmittel, die viel Zucker und weißes Mehl enthalten, lassen den Blutzucker dagegen sehr schnell ansteigen. Weißbrot, Süßigkeiten und Limonaden sind für Menschen mit Diabetes deshalb weniger gut geeignet.
Menschen, die zu den Mahlzeiten Insulin spritzen, müssen die Art und Menge der Kohlenhydrate in einer Mahlzeit besonders gut einschätzen können. Daraus wird berechnet, wie viel Insulin man genau spritzen muss. In Patientenschulungen können Betroffene dies lernen.
Fette sind wichtige Energielieferanten und Geschmacksträger. Zudem sind sie für verschiedene Funktionen im Körper wichtig, wie den Aufbau der Körperzellen. Aufgrund ihres hohen Energiegehalts können sie in großen Mengen aber zu Übergewicht führen und das Herz-Kreislauf-System belasten.
Für Menschen mit Diabetes ist es deshalb besser, sich fettarm zu ernähren. Als Faustregel gilt dabei, dass pflanzliche Fette gegenüber tierischen Fetten zu bevorzugen sind, da in ihnen vor allem ungesättigte Fettsäuren stecken. Gute Fettquellen sind Öle wie Rapsöl, Leinöl oder Olivenöl, aber auch Nüsse und Avocados. Als tierische Fettquellen eignen sich fettarme Fleisch- und Wurstsorten aus Geflügel oder Wild sowie fettarme Milchprodukte. Auch Fisch ist eine gute Fettquelle, vor allem Seefisch wie Lachs, Makrele oder Hering. Er enthält besonders viele der wichtigen Omega-3-Fettsäuren.
Sogenannte Trans-Fettsäuren gelten als ungesund, da sie sich ungünstig auf die Blutfettwerte auswirken. Trans-Fettsäuren stecken vor allem in frittierten Produkten, Blätterteig, Keksen, Süßwaren und Fertiggerichten.
Erwachsene sollten täglich etwa 0,8 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht zu sich nehmen. Dies gilt auch für Menschen mit Diabetes Typ 2. Wenn man allerdings eine Nieren-Erkrankung hat, können Einschränkungen nötig sein. Betroffene sollten die richtige Menge an Eiweiß in der Nahrung mit der Ärztin, dem Arzt besprechen.
Ballaststoffe sind Bestandteile der Nahrung, die der Körper nicht verdauen kann. Lebensmittel aus Vollkorngetreide wie Vollkornbrot oder Vollkornnudeln, aber auch Kartoffeln, Gemüse und Hülsenfrüchte bieten viele Ballaststoffe. Ballaststoffe sorgen dafür, dass der Blutzucker nach einer Mahlzeit langsamer ansteigt. Sie steigern das Sättigungsgefühl. Außerdem quellen sie im Darm auf und regulieren die Darmtätigkeit. Empfohlen wird deshalb, mindestens 30 Gramm Ballaststoffe pro Tag zu essen. Zur Einordnung: Eine Scheibe Vollkornbrot von 50 Gramm enthält etwa 4 Gramm Ballaststoffe.
Limonaden und Fruchtsäfte enthalten viele leicht verdauliche Kohlenhydrate, die den Blutzucker rasch ansteigen lassen und dem Körper übermäßig Energie zuführen. Eine kalorien- und zuckerfreie Alternative bieten Wasser und ungesüßte Tees.
Wer mehr Kalorien zu sich nimmt, als der Körper benötigt, kann übergewichtig werden. Aus diesem Grund lohnt es sich, die Kalorienzufuhr im Blick zu behalten. Menschen mit Übergewicht können versuchen abzunehmen, indem sie dauerhaft weniger Kalorien essen. Bevor man eine ganz spezielle oder sehr strenge Diät beginnt, sollte man sich aber beraten lassen. Möglicherweise muss im Rahmen einer Diät auch die Behandlung angepasst werden, zum Beispiel die benötigte Insulinmenge.
Wie Sie eine Ernährungsumstellung richtig angehen, erläutert Dr. Astrid Tombek vom Diabetes-Zentrum Bad Mergentheim.
Diagnose Diabetes Typ 2: Muss ich jetzt strenge Diät halten?
Tatsächlich haben die Patienten davor auch Angst, aber nein, das sollten sie gerade eben nicht. Eine kurzfristige Diät ist etwas, was kurzfristig hilft, aber sogar eher schädlich ist, wenn man dann wieder in alte Gewohnheiten hinein verfällt.
Was sollte ich bei einer Ernährungsumstellung beachten?
Eine langfristige Ernährungsumstellung ist eines der wichtigsten Dinge und dafür muss ich vor allem erstmal Spaß daran finden, so ähnlich wie beim Sport. Es muss mir erst mal schmecken und es muss Spaß machen. Und deswegen gibt es gar keine Empfehlungen von irgendwelchen Hauptnährstoffen, die man hauptsächlich zu sich nehmen soll, die gut oder böse sind. Sondern wir gucken immer: Was isst der Patient gerne? Und versuchen das eben in ein gesünderes Muster zu schieben. Dass man eben vielleicht versucht, mehr Ballaststoffe zu essen, mehr Vollkorn, mehr Gemüse, insgesamt mehr pflanzliche Produkte, pflanzliche Fette, pflanzliche Eiweiße, weniger Tierisches und vor allem nur soviel, wie der Körper auch tatsächlich braucht.
Wie gehe ich eine Ernährungsumstellung richtig an?
Tatsächlich geht es gar nicht erstmal um falsch oder richtig. Sondern es geht erstmal darum, dass ich mich selber beobachte. Da helfen entweder solche Tagebüchlein mit solchen Ernährungsdatenbanken, wo Lebensmittel drin sind. Oder aber ich mache das über eine App und beobachte mich erstmal. Und manchmal weiß man dann schon im ersten Schritt selber: Oh, ich dachte gar nicht, dass ich so viel Zucker esse oder so viel Kalorien esse oder so viel Fett esse. Im zweiten Schritt macht es natürlich Sinn, dass man sich vielleicht professionelle Hilfe sucht. Da wäre es natürlich am besten, wirklich die professionelle Hilfe vielleicht über die Krankenkasse, eine professionelle Ernährungsberatung oder das Diabetes-Team direkt anzusprechen und das mit den Beratern durchzusprechen.
Was kann ich tun, wenn ich doch mal "gesündigt" habe?
Die Stolpersteine, die es natürlich im Alltag gibt, die mich von meinen neuen Gewohnheiten abbringen und mich wieder in meine alten Gewohnheiten zurückfallen lassen, sind natürlich zahlreich. Deswegen wäre es gut, sich von vornherein zu überlegen: Welche Stolpersteine könnten denn auftreten? Und sich dann schon einen guten wenn-dann-Plan zu machen. Also wenn ich mich schon immer auf das Geburtstagsfest, wo es die leckeren Torten von der Oma gibt, freue, dann überlege ich mir, ob ich den Tag vorher oder den Tag nachher eben einen Ausgleich schaffen kann.
Darf ich überhaupt noch Zucker essen?
Ja, man darf weiterhin Zucker essen. Aber die Empfehlung für jeden Menschen, egal ob ich Diabetes habe oder nicht, ist eigentlich eine sehr geringe Aufnahme von Zucker. Wir essen alle viel zu viel Zucker. Deswegen wäre es schon günstig, wenn man versucht, Zucker einzusparen, wo man ihn auch nicht unbedingt braucht, wo er nicht unbedingt so wichtig ist. Manchmal hilft das vielleicht, erstmal mit Süßstoff anzufangen, damit man zumindest keine Kalorien hat. Aber insgesamt wäre es günstig, Stück für Stück den Süßgeschmack nach unten zu schrauben.
Ich nehme blutzuckersenkende Medikamente. Warum ist eine gesunde Ernährung und Bewegung weiterhin wichtig?
Wenn ich Medikamente nehme, denken viele Patienten auch: Jetzt kann ich wieder einfach so essen und mich bewegen, wie ich das vorher gemacht habe. Das ist definitiv falsch. Es ist so, dass die Medikamente nur unterstützen können und deswegen kann ich den Diabetes tatsächlich nur im Grundsatz gut behandeln, wenn ich eben auf die Ernährung achte, wenn ich mich mehr bewege, wenn ich eine Stressprävention mache, wenn ich nicht rauche.
Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie auf dem Gesundheitsportal der Stiftung Gesundheitswissen.
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Der behandelnde Arzt, die Ärztin kann in grundlegenden Ernährungsfragen passende Ratschläge geben. Tiefergehende Fragen lassen sich in einer ausführlichen Ernährungsberatung beantworten, z. B. mit Diätassistenten, Diabetesberaterinnen oder Ernährungsmedizinern. In den Ernährungsberatungen kann auf persönliche Bedürfnisse, Wünsche, Fragen und eventuelle Unverträglichkeiten der Betroffenen eingegangen werden. Daraus können Patientinnen, Patienten und Berater, Beraterinnen persönliche Ernährungspläne erarbeiten, die auch zu den jeweiligen Behandlungszielen passen.
Zu einem gesunden Lebensstil und der Vermeidung von Folgeschäden gehört auch der Rauchstopp. Raucher und Raucherinnen können sich über die Risiken des Rauchens aufklären lassen. Wenn Betroffene bereit sind, mit dem Rauchen aufzuhören, kann die behandelnde Ärztin, der Arzt über Möglichkeiten zur Tabakentwöhnung beraten.
Der Rauchstopp-Navigator
Aus verschiedenen Gründen gelingt es zahlreichen Menschen nicht, mit dem Rauchen aufzuhören. Mit dem Rauchstopp-Navigator der Stiftung Gesundheitswissen können Sie Ihre eigenen Barrieren erkennen und die passende Entwöhnungsstrategie für sich persönlich finden.
> Hier geht es zum Rauchstopp-Navigator.
Warum es sich bei Diabetes lohnen kann, mit dem Rauchen aufzuhören, erläutert Dr. Astrid Tombek vom Diabetes-Zentrum Bad Mergentheim.
Diagnose Diabetes mellitus Typ 2: Warum sollte ich mit dem Rauchen aufhören?
Rauchen ist tatsächlich in mehrerer Hinsicht schädlich. Es ist einmal schädlich für die Gefäße und der Diabetes ist auch schädlich für die Gefäße.
Zum Zweiten weiß man, dass das Rauchen an sich eine Insulinresistenz macht. Und diese sogenannte Insulinresistenz, dass das Insulin praktisch nicht wirken kann, ist die Ursache beim Typ 2-Diabetes. Das heißt, ich verschärfe damit eigentlich noch zusätzlich die Diabetes-Erkrankung, die Ursache für den Typ 2-Diabetes.
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Diabetes bedeutet für Betroffene nicht selten Stress: Neue Lebensgewohnheiten, der Umgang mit der Erkrankung und deren Behandlung müssen erst erlernt werden. Es kann sein, dass man Angst hat, etwas falsch zu machen. Dies oder auch die Angst vor Folgeerkrankungen können zusätzlichen Stress verursachen.
Betroffene sollten daher versuchen, mit Stress gut umzugehen und ihn abzubauen. Dabei findet jeder Mensch seine eigenen Methoden, um zu entspannen: Der eine findet im Sport einen Ausgleich, andere bevorzugen Atemübungen oder auch Entspannungstechniken wie autogenes Training oder progressive Muskelentspannung. Welche Rolle Stress bei Diabetes spielt, erklärt Dr. Astrid Tombek vom Diabetes-Zentrum Bad Mergentheim.
Diagnose Diabetes mellitus Typ 2: Warum sollte ich Stress reduzieren?
Die Rolle von Stress ist tatsächlich etwas, was ein sehr wichtiger Punkt ist. Einmal, weil es eben auch den Diabetes mit verstärkt, aber auch oftmals der Grund ist, warum ich vielleicht eben nicht motiviert bin, Sport zu machen, mich zu bewegen oder zu müde bin oder eben dann doch zu den Chips und der Schokolade greife anstatt zu den Knabbersticks aus Gemüse.
Und deswegen ist das ein wichtiger Punkt und da hilft es oftmals, sich auch professionelle Hilfe zu holen, um Techniken zu lernen, den Stress zu reduzieren. Alle Kassen bieten da inzwischen sehr sehr viel an.
Und es gibt natürlich auch Sportarten wie Yoga oder Pilates oder Tai-Chi und Ähnliches, die Bewegung und Stressreduktion zusätzlich in Verbindung bringen. Auch das kann man vielleicht mal probieren, ob das Spaß macht und hilft.
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Was die verschiedenen Medikamente zur Behandlung von Diabetes Typ 2 bewirken und wann sie zum Einsatz kommen, lesen Sie in unseren Beiträgen zu Diabetes-Medikamenten.
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Bundesärztekammer (BÄK), Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF). Nationale VersorgungsLeitlinie Therapie des Typ-2-Diabetes – Leitlinien-Report, 1. Auflage. Version 3. 2014, zuletzt verändert Februar 2015. [online]. 2014. https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/057-008.html [09.09.2020].
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Erstellt am: 15.09.2021