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Arthrose

Was ist Arthrose?

Arthrose gehört zu den häufigsten chronischen Erkrankungen in Deutschland. Wie sie entsteht, welche Arthrose-Formen es gibt und wie die Krankheit diagnostiziert wird, erfahren Sie auf dieser Seite.

Was ist Arthrose? 

Allgemein spricht man von Arthrose, wenn sich der Knorpel in einem Gelenk schneller abbaut, als er sich wieder aufbauen kann. Arthrose wird umgangssprachlich auch Gelenkverschleiß genannt. Dieser übermäßige Abbau kann in den betroffenen Gelenken, wie z. B. in der Hüfte, in den Knien oder in den Fingern, wiederum zu Veränderungen in den angrenzenden Knochen führen. Die Folgen können dann Beschwerden wie Schmerzen, Steifigkeitsgefühl und Bewegungseinschränkungen sein, die im Laufe der Zeit zunehmen.

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Was bedeutet Arthrose?

Einer der treuesten Begleiter in unserem Leben ist … der Verschleiß. Auch unser Körper bleibt davon nicht verschont, das merken wir zum Beispiel an den Gelenken. Ohne sie bewegt sich gar nichts.

Eine Knorpelschicht glättet die Gelenkflächen. Diese Schicht ist sehr flexibel und gibt bei Druck nach. Wie ein Stoßdämpfer fängt der Knorpel so Kräfte und Belastungen ab, die 5- bis 7-mal höher sind, als unser eigenes Körpergewicht. Diese Belastungen beschädigen den Knorpel. Jahrzehntelang kann ihn unser Körper selbst reparieren – aber je mehr der Knorpel verschleißt, desto dünner wird die schützende Schicht. Wenn es durch den fehlenden Schutz zu Schäden im Knochen kommt, nennt man das Arthrose. Die Gelenkfunktion wird eingeschränkt, es kommt zu Schmerzen.

Der Schmerz tritt unterschiedlich stark und zudem unregelmäßig auf. Mal kommt er in kurzen Abständen, dann vergehen Wochen bis zur nächsten Welle. Arthrose fühlt sich bei jedem Betroffenen anders an. Eins ist aber immer gleich: Arthrose verläuft in Wellen – und die Symptome verstärken sich mit der Zeit.

Arthrose ist nicht selten: Ab 65 ist rund ein Drittel der Männer und ca. die Hälfte der Frauen betroffen. Theoretisch kann jedes Gelenk im Körper betroffen sein – aber stark beanspruchte verschleißen auch häufiger. Von 100 Betroffenen haben 53 Arthrose am Knie- und etwa 27 am Hüftgelenk – oder sogar an beiden.

Je älter man wird, desto mehr wächst das Arthroserisiko. Neben dem Alter gehören auch schwere körperliche Arbeit oder übermäßiger Sport zu den Risikofaktoren. Oder auch Übergewicht und angeborene Fehlstellungen.

Die schlechte Nachricht ist: Arthrose ist eine fortschreitende chronische Erkrankung. Das heißt, sie ist nicht vollständig heilbar.
Die gute Nachricht aber: Es gibt viele Möglichkeiten, seine Lebensgewohnheiten so zu ändern, dass man gut mit der Erkrankung leben kann. 

Zur Diagnose werden Ihr Arzt oder Ihre Ärztin aktuelle Beschwerden und Vorerkrankungen erfragen, dann wird das Gelenk abgetastet und gegebenenfalls geröntgt. Die beiden Hauptziele der Behandlung sind dann:
(1) die Schmerzen zu lindern und (2) die Gelenkfunktion zu verbessern oder zu erhalten. Gemeinsam mit Ihrem Arzt können Sie die für Sie passende Entscheidung treffen, um Beschwerden zu lindern und wieder an Lebensqualität zu gewinnen.

Sie sind an Kniearthrose erkrankt? Sehen Sie in einem weiteren Film, was Sie selbst tun können und wie Sie Arthrose vorbeugen können.

Wissen ist gesund.

Wie häufig kommt Arthrose vor?

Arthrose ist die häufigste Gelenkerkrankung bei erwachsenen Menschen. Es können sowohl Frauen als auch Männer davon betroffen sein. 
Laut einer Befragung in Deutschland aus dem Jahr 2011 gaben 20 von 100 Personen im Alter zwischen 18 und 79 Jahren an, dass bei ihnen Arthrose diagnostiziert wurde. Unter den Befragten litten mehr Frauen an der Krankheit: 22 von 100 Frauen bei 18 von 100 Männern.

Auch eine aktuellere Untersuchung, die zwischen 2014 und 2017 erhoben worden ist, zeigte, dass bei etwa einem Fünftel der Teilnehmenden Arthrose diagnostiziert worden ist.

Die Wahrscheinlichkeit, Arthrose zu bekommen, steigt mit dem Alter.

An welchen Gelenken kann Arthrose auftreten?

Im Hüftgelenk treffen der Oberschenkelknochen und der Beckenknochen aufeinander. Die Gelenkflächen der beiden Knochen sind mit Knorpel überzogen. Bei Hüftarthrose kann der Knorpel an einer oder an beiden Gelenkflächen geschädigt sein.
Zu Beginn schmerzt das Gelenk oft nur bei Belastung oder auch am Ende eines anstrengenden Tages. Typische Schmerzen treten beim Gehen und Treppensteigen auf oder beispielsweise beim Übereinanderschlagen der Beine, wenn also der Oberschenkel nach innen bewegt wird. Selten können auch ausstrahlende Schmerzen ins Gesäß oder bis zum Knie auftreten.
Morgens oder nach längeren Ruhepausen fühlt sich das Hüftgelenk kurzzeitig mitunter etwas steif an.
Im weiteren Verlauf der Erkrankung kann es zu dauerhaften Schmerzen kommen. Außerdem kann die Beweglichkeit immer weiter eingeschränkt werden.

Bei dieser Arthrose-Form können mehrere Gelenke des Fingers, wie die Fingermittel- und Fingerendgelenke oder das Daumensattelgelenk betroffen sein. In diesem Fall sind die Gelenke mitunter geschwollen und die Finger fühlen sich vor allem morgens steif an. Oftmals fällt es dann schwer, eine Faust zu bilden. Allmählich schmerzen die Finger auch bei Bewegungen, später in Ruhe. Die Finger können sich durch die Arthrose verformen und weniger beweglich werden.

Das Daumensattelgelenk ist das Gelenk zwischen den Handwurzelknochen und dem Daumen. Es wird zum Beispiel dann beansprucht, wenn man Schraubverschlüsse öffnet oder etwas greift und anhebt. Daher kann Arthrose im Daumensattelgelenk Schmerzen bei zahlreichen Alltagsarbeiten verursachen.

Eine Arthrose des Handgelenkes kann nach Verletzungen wie Knochenbrüchen auftreten. Auch Rheuma begünstigt eine solche Arthrose. Dabei kann es zu Schwellung, Schmerzen und Bewegungseinschränkungen beim Beugen, Strecken und Drehen des Handgelenks kommen.

Bei dieser Arthrose-Form handelt es sich um eine Verschleißerkrankung der Wirbelsäule. Genau genommen sind in diesem Fall die kleinen Gelenke zwischen den einzelnen Wirbeln (Facettengelenke) von Arthrose betroffen. Arthrose an den Wirbelgelenken wird wahrscheinlich durch einen Verschleiß der Bandscheiben hervorgerufen. Die Bandscheiben liegen als Puffer zwischen den Wirbelkörpern. Wenn sie dünner werden, wird die Last überwiegend von den Wirbelgelenken getragen.
Üblicherweise tritt der Schmerz im unteren Bereich der Lendenwirbelsäule auf und verstärkt sich bei Rückneigung der Wirbelsäule. In der Regel besteht er bereits frühmorgens beim Aufstehen gemeinsam mit einem Steifigkeitsgefühl und verbessert sich im Laufe des Tages. Die Symptome können sich bei Belastung verschlimmern, z. B. bei längerem Stehen oder Sitzen oder auch bei schwerer körperlicher Tätigkeit. 
Arthrose in der Lendenwirbelsäule kommt eher bei übergewichtigen Personen vor. Halswirbelsäule-Arthrose tritt beispielsweise häufiger bei Friseurinnen, Friseuren oder Kindergärtnern, Kindergärtnerinnen auf, also in Berufen, in denen der Kopf oft gesenkt werden muss.

Auch die Gelenke an den großen Zehen können im Alter durch vermehrte Belastung verschleißen. In der Folge kann ein so genannter Hallux rigidus entstehen – eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung der Großzehe. Schreitet die Erkrankung weiter voran, kann das Großzehengrundgelenk auch vollständig versteifen. In der Fachsprache nennt man dieses Krankheitsbild Hallux limitus.

Kniearthrose: Hintergrund

Bei Kniearthrose baut sich der Knorpel im Knie immer weiter ab, was bei Betroffenen zu Folgen wie Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führen kann. Bei Kniearthrose stehen etliche Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Welche das sind und wie Sie zu einer guten Entscheidung kommen:

Wie oft tritt Arthrose an bestimmten Gelenken auf? 

Arthrose tritt unterschiedlich häufig an den einzelnen Gelenken auf. Es können auch zeitgleich mehrere Gelenke betroffen sein. In diesem Fall spricht man von Polyarthrose.

Die häufigste Form ist die Kniearthrose. Von 100 Menschen mit Arthrose haben 53 ihre Beschwerden im Knie. In 28 von 100 Fällen ist bei Frauen das Hüftgelenk und in 37 von 100 Fällen ein Fingergelenk betroffen. Männer leiden etwa ebenso häufig an Hüftarthrose (in 26 von 100 Fällen), aber seltener an Fingerarthrose (in 16 von 100 Fällen).

Ursachen und Entstehung

Wie entsteht Arthrose?

Der Knorpel kann sich im Alter oder bei starker Beanspruchung abnutzen, denn er federt permanent Belastungen ab und ist Reibung ausgesetzt. Der Körper hat hierfür einen Schutzmechanismus eingebaut: Um Schäden auszugleichen, kann sich der Gelenkknorpel langsam erneuern. Wesentlich bei Arthrose ist aber, dass sich der Knorpel nicht mehr von selbst ausreichend erneuern kann. Dann nutzt sich der Gelenkknorpel zunehmend ab. Im weiteren Verlauf kann sich dieser Verschleiß auch auf die Gewebe rund um den Knorpel ausbreiten. In der Regel beginnt eine Arthrose schleichend.

Der Verlauf des Knorpelabbaus im Überblick:

Der Knorpel wird weicher und es bilden sich erste feine Risse. Der Knorpelabrieb setzt ein.

Die Knorpeloberfläche ist nun nicht mehr glatt. Sie wird zunehmend stumpf und rau. Risse und Defekte im Knorpel nehmen zu.

Der Gelenkspalt wird schmaler als normal. Die Knochen im Gelenk liegen also bereits dichter zusammen als vorher. Das liegt daran, dass die schützende Knorpelschicht teilweise oder ganz verloren gegangen ist.

Unter der Knorpelschicht verdichtet sich das Knochengewebe. Der Knochen reagiert so auf die nachlassende Dämpfung und Federung von Belastungen durch den Knorpel.

Ohne die Dämpfung und Federung durch den Knorpel muss der Knochen eine größere Last tragen. Am Rand der Gelenkflächen bilden sich daher Knochenanbauten, die sogenannten Osteophyten. Der Körper versucht auf diese Weise, die größere Last besser zu verteilen, indem er seine Fläche vergrößert und neuen Knochen anbaut. 
Im Knochen unterhalb der Knorpelschicht bilden sich winzige Knochenbrüche (Mikrofrakturen). Es entstehen flüssigkeitsgefüllte Hohlräume, so genannte Geröllzysten. Die Geröllzysten sind im Röntgenbild sichtbar.

Welche Risikofaktoren können zu Arthrose führen?

Bei der Entstehung von Arthrose spielen beeinflussbare und nicht beeinflussbare Risikofaktoren eine Rolle, in den meisten Fällen mehrere.

Risikofaktoren, die Sie unter Umständen selbst beeinflussen können: 

  • Bewegungsmangel (Knie-, Hüft-, Spondylarthrose)
  • Schwere körperliche Arbeit, z. B. auf dem Bau (Knie- und Hüftarthrose), oder eine überwiegend sitzende Tätigkeit (Spondylarthrose)
  • Gelenkbelastender Sport, etwa mit Stoßbelastung wie bspw. Fußball (Knie- und Hüftarthrose)
  • Übergewicht (Knie- und Hüftarthrose)

Risikofaktoren, die behandelt werden können:

  • Angeborene Fehlstellungen wie X- und O-Beine (Kniearthrose), Hohlkreuz (Spondylarthrose) 
  • Über- und Fehlbelastungen, die entstehen können, weil das Gelenk von Geburt an oder nach einer Verletzung nicht richtig funktioniert
  • Entzündliche Gelenkerkrankungen

Zu den nicht beeinflussbaren Risikofaktoren gehören:

  • Zunehmendes Alter
  • Genetische Veranlagung (Finger-, Knie- und Hüftarthrose)
  • Geschlecht

Symptome und natürlicher Verlauf

Welche Beschwerden treten bei Arthrose auf? 

Arthrose ist eine Erkrankung, die häufig schleichend beginnt. Betroffene merken die Anzeichen zunächst gar nicht oder kaum. Typisch sind Gelenkschmerzen. Sie treten anfangs nur unter Belastung auf, dann auch bei normalen Bewegungen und später sogar in Ruhephasen. Im Laufe der Zeit kommen zu den Schmerzen noch weitere Arthrose-Symptome hinzu. Sie können sich individuell unterscheiden und sind vom betroffenen Gelenk abhängig.

Es kann z. B. sein, dass die betroffenen Gelenke immer steifer werden. Dort ist manchmal ein Reiben fühlbar und mit dem Stethoskop auch hörbar. Die Beweglichkeit wird immer weiter eingeschränkt.

Betroffene leiden bei fortgeschrittener Arthrose auch an andauernden nächtlichen Gelenk- und Muskelschmerzen. Bei sehr weit fortgeschrittener Arthrose kann es auch zu einer bleibenden Verformung des Gelenkes kommen. Es ist in diesem Fall nicht mehr in der Lage, seine eigentliche Aufgabe zu erfüllen.

Die Erkrankung kann wellenförmig verlaufen. Das heißt, dass man mal Beschwerden haben kann und mal nicht. Verschleiß unterliegt vielen Einflüssen. Deshalb ist der Verlauf von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

Warum habe ich Schmerzen? 

Die Abnutzung des Knorpels selbst verursacht keine Schmerzen, denn im Gelenkknorpel befinden sich keine Nervenenden. Durch die fehlende schützende Knorpelschicht kommt es aber zu Veränderungen in anderen Bereichen des Gelenks. Der Schmerz entsteht wahrscheinlich in der Gelenkkapsel und in der Knochenhaut. Die Gelenkkapsel umgibt das Gelenk. Die Knochenhaut liegt direkt auf dem Knochen. Sowohl die Gelenkkapsel als auch die Knochenhaut sind gut durchblutet und besitzen viele Nerven. Wenn die Gelenkkapsel und die Knochenhaut gereizt werden, können Schmerzen entstehen.

Durch die ständige Reizung im Gelenk kann es zusätzlich zu einer Entzündung kommen (aktivierte Arthrose). Das Gelenk ist dann gerötet, geschwollen, zu stark erwärmt oder alles auf einmal.

Schmerztagebuch für Menschen mit Arthrose

Sich und seine Symptome zu beobachten, kann helfen, einen guten Umgang mit der Arthrose zu finden. Wenn Sie sich beispielsweise stärker über den Verlauf und die Intensität Ihrer Schmerzen bewusst werden, kommen Sie besser zu Lösungen für Ihren Alltag. Um das Bewusstsein zu fördern, können Sie Ihr Schmerzverhalten in ein Schmerztagebuch eintragen. Die Stiftung Gesundheitswissen bietet ein solches Schmerztagebuch zum Herunterladen, Ausfüllen und Ausdrucken an.

Diagnostik

Wie stellt mein Arzt die Erkrankung Arthrose fest?

Zunächst unternimmt die Ärztin, der Arzt die Anamnese, bei der Patientinnen und Patienten nach ihren aktuellen Beschwerden befragt und schmerzende Gelenke abgetastet, begutachtet und auf Funktionsfähigkeit geprüft werden. 

Die Veränderungen, die durch Arthrose entstanden sind, werden häufig erst bei einer Röntgen- oder MRT-Untersuchung sichtbar.

Der Knorpel selbst ist auf dem Röntgenbild nicht zu sehen. Er erscheint als Spalt zwischen den Knochen im Gelenk. Bei Arthrose wird dieser Gelenkspalt schmaler als normalerweise. Auch Knochenanbauten (Osteophyten) sind zu erkennen. Nicht alle Patientinnen und Patienten, auf deren Röntgenbild Anzeichen von Arthrose erkennbar sind, haben auch Beschwerden. Umgekehrt gibt es aber auch von Arthrose Betroffene, deren Gelenke auf dem Röntgenbild nahezu unauffällig sind.

Prävention

Kann man Arthrose vorbeugen? 

Um Arthrose vorzubeugen oder ein Fortschreiten des Verschleißes zu bremsen, kann jeder selbst etwas tun. Dabei geht es vor allem darum, eine dauerhafte Überbelastung von Gelenken zu vermeiden. Dazu gehören folgende Schritte:

  • Regelmäßige Bewegung im Alltag
  • Korrektur ggf. angeborener Fehlstellungen
  • Bewegungstraining und gelenkschonender Sport (z. B. Schwimmen, Radfahren)
  • Vermeidung von Aktivitäten im Alltag, Beruf oder beim Sport, die die Gelenke stark oder einseitig belasten 
  • Vermeidung von Übergewicht

Beispiel Kniegelenk: Wie lässt sich Arthrose vorbeugen?

Damit Gelenke in Form bleiben, brauchen sie vor allem eines: Bewegung. Das ist einer der zentralen Ansätze im Bereich Prävention von Kniearthrose.

Behandlung

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei Arthrose?

Arthrose lässt sich bisher nicht heilen. Es stehen aber eine Reihe von Therapien zur Verfügung, die das Ziel haben, Schmerzen zu lindern und die Gelenkfunktion zu erhalten oder zu verbessern.

Man unterscheidet nichtoperative und operative Behandlungsmethoden. Nicht-operative (konservative) Behandlungsmethoden sind zum Beispiel Bewegungstraining, Gewichtsabnahme oder Medikamente zur Schmerzbehandlung. Operationen kommen bei weit fortgeschrittener Knie- oder Hüftarthrose in Betracht. Es können zum Beispiel künstliche Gelenke (Endoprothese) eingesetzt werden.

Eine Operation sollte nur dann in Erwägung gezogen werden, wenn andere Therapien nicht mehr ausreichend helfen. Über die möglichen Risiken und Erfolgschancen der Eingriffe können Sie sich mit Ihrem Arzt, Ihrer Ärztin besprechen. Die richtige Behandlung richtet sich unter anderem danach, welche Gelenke betroffen sind, wie stark die Verschleißerscheinungen vorangeschritten sind und welche Funktionalität angestrebt wird.

Quellen und Hinweise

Unsere Gesundheitsinformationen können eine gesundheitsbezogene Entscheidung unterstützen. Sie ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit einem Arzt oder einer Ärztin und dienen nicht der Selbstdiagnostik oder Behandlung.

Bannuru RR, Osani MC, Vaysbrot EE, Arden NK, Bennell K, Bierma-Zeinstra SMA et al. OARSI guidelines for the non-surgical management of knee, hip, and polyarticular osteoarthritis. Osteoarthritis Cartilage 2019;27(11):1578–89. doi: 10.1016/j.joca.2019.06.011.

Fuchs J, Rabenberg M, Scheidt-Nave C. Prävalenz ausgewählter muskuloskelettaler Erkrankungen. Bundesgesundheitsblatt – Gesundheitsforschung – Gesundheitsschutz 2013;56(5–6):678–86.

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Glyn-Jones S, Palmer AJ, Agricola R, Price AJ, Vincent TL, Weinans H et al. Osteoarthritis. Lancet 2015;386(9991):376–87.

Kolasinski SL, Neogi T, Hochberg MC, Oatis C, Guyatt G, Block J et al. 2019 American College of Rheumatology/Arthritis Foundation guideline for the management of osteoarthritis of the hand, hip, and knee. Arthritis Rheumatol 2020;72(2):220–33. doi: 10.1002/art.41142.

Robert Koch-Institut (RKI). Gesundheitsberichterstattung des Bundes, Heft 54: Arthrose. Berlin: RKI; 2013.

Unsere Angebote werden regelmäßig geprüft und bei neuen Erkenntnissen angepasst. Eine umfassende Prüfung findet alle drei bis fünf Jahre statt. Wir folgen damit den einschlägigen Expertenempfehlungen, z.B. des Deutschen Netzwerks für Evidenzbasierte Medizin.

Informationen dazu, nach welchen Methoden die Stiftung Gesundheitswissen ihre Angebote erstellt, können Sie in unserem Methodenpapier nachlesen.

Autoren und Autorinnen:
Dr. med. Dagmar Lühmann
Dr. med. Dagmar Lühmann

Dr. med. Dagmar Lühmann

Dr. med. Dagmar Lühmann absolvierte eine Ausbildung zur Krankenschwester und studierte anschließend Medizin an der Universität zu Lübeck. Nach dem Examen arbeitete sie als Assistenzärztin am Institut für Transfusionsmedizin und Immunologie und promovierte dort zum Thema "Auswirkungen von Quecksilberexposition auf das menschliche Immunsystem". Später arbeitete sie am Institut für Sozialmedizin an der Universität zu Lübeck mit dem Schwerpunkt evidenzbasierte Medizin und Bewertung von medizinischen Verfahren (Health Technology Assessment). Seit 2013 ist sie als Forschungskoordinatorin am Institut und Poliklinik für Allgemeinmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf tätig.
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Prof. Dr. med. Martin Scherer
Prof. Dr. Martin Scherer

Prof. Dr. med. Martin Scherer

Prof. Dr. med. Martin Scherer ist seit 2012 Direktor des Instituts und der Poliklinik für Allgemeinmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). Seit 2015 ist er Vorsitzender des Expertenbeirats der Stiftung Gesundheitswissen. Zudem ist Prof. Scherer Past-Präsident der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM), deren Präsident er von 2019 bis 2025 war. Von 2009 bis 2011 hatte er die W2-Professur „Versorgungsforschung und ihre Methoden“ am Institut für Sozialmedizin der Universität Lübeck inne. Seine Forschungsschwerpunkte liegen u.a. in der Über- und Unterversorgung und der Behandlung von Menschen mit Multimorbidität und Leitlinien. Martin Scherer studierte Humanmedizin in Marburg, Wien und Paris.

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Aktualisiert am: 04.07.2022