Bei einer Panikstörung (mit und ohne Agoraphobie) gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, darunter die kognitive Verhaltenstherapie, eine bestimmte Form der Psychotherapie. Dabei wird in Gesprächen mit einem Therapeuten, einer Therapeutin versucht, Denkmuster, Gefühlsbewertungen und Verhaltensweisen, die die Angst auslösen oder unterstützen, zu verändern.
Eine andere Möglichkeit ist die Einnahme eines Antidepressivums aus der Gruppe der Selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI). Bei der Behandlung von Panikstörungen werden sie mit dem Ziel eingesetzt, die Häufigkeit der Angstattacken und die Schwere der Angstsymptome zu mindern. Der Einsatz von SSRI beruht auf der Annahme, dass bei der Panikstörung ein Mangel an bestimmten Botenstoffen wie Serotonin im Gehirn eine Rolle spielen kann. SSRI sorgen dafür, dass wieder mehr Serotonin verfügbar ist.
Ob mit der Einnahme eines Antidepressivums (SSRI) oder mit kognitiver Verhaltenstherapie – bei gleich vielen Betroffenen einer Panikstörung gingen die Symptome vollständig oder fast vollständig zurück. In den Studien haben etwa gleich viele Betroffene die Behandlung abgebrochen.
Einschränkung der Ergebnisse:
Die Studien untersuchten nur die Wirkung direkt nach dem Ende der Behandlung. Ob und wie lange die Wirksamkeit danach andauerte, wurde nicht untersucht und bleibt daher ungewiss. Es liegen keine Informationen vor, welche Nebenwirkungen wie oft auftraten. Die methodische Qualität der Studien ist eher niedrig.
In einer systematischen Übersichtsarbeit aus sechs randomisiert-kontrollierten Studien (RCT) wurden zwei Behandlungsmöglichkeiten der Panikstörung verglichen: die Einnahme eines Antidepressivums aus der Gruppe der Selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) und die kognitive Verhaltenstherapie.
Die Behandlungen waren von Studie zu Studie unterschiedlich lang. Sie dauerten zwischen acht und zwölf Wochen.
Es wurde in beiden Gruppen untersucht, wie viele Betroffene nach der Behandlung keine oder fast keine Symptome mehr zeigten. Außerdem wurde ermittelt, wie viele Personen die Behandlungen abbrachen. Dies ist ein Hinweis darauf, welche der Therapien die Betroffenen besser annehmen. Hohe Abbruchquoten können auch ein Hinweis auf Nebenwirkungen der Behandlung sein.
Bei wie vielen Personen gingen die Symptome fast oder vollständig zurück, nachdem sie mit einem Antidepressivum oder einer kognitiven Verhaltenstherapie behandelt wurden?
Sowohl in der SSRI- als auch in der kognitiven Verhaltenstherapie-Gruppe gingen die Symptome der Panikstörung bei etwa gleich vielen Betroffenen vollständig oder fast vollständig zurück. Konkret hatten in beiden Gruppen 53 bis 62 von je 100 Betroffenen nach der Behandlung keine oder fast keine Symptome von Panikstörung mehr.
Welche Behandlung einer Panikstörung wird eher abgebrochen: Antidepressivum (SSRI) oder kognitive Verhaltenstherapie?
Sowohl in der SSRI- als auch in der Verhaltenstherapie-Gruppe brachen etwa gleich viele Betroffene die Behandlung ab. In beiden Gruppen waren dies konkret 18 bis 23 von 100 Betroffenen. Es machte also keinen Unterschied, ob die Betroffenen ein Antidepressivum eingenommen oder eine kognitive Verhaltenstherapie erhalten hatten.
Die Ergebnisse stammen aus einer systematischen Übersichtsarbeit, die sechs randomisiert-kontrollierte Studien (RCT) einbezog. An ihnen nahmen 334 Erwachsene mit einer Panikstörung (mit oder ohne Agoraphobie) teil. Die Teilnehmenden waren zwischen 18 und 70 Jahre alt. Der Frauenanteil lag bei 67 Prozent. Die Studien wurden in den Niederlanden, in Schottland, den USA und Malaysia durchgeführt. Sie fanden in einem ambulanten Setting, also nicht in Krankenhäusern, statt.
Die methodische Qualität der einzelnen randomisiert-kontrollierten Studien (RCT) ist eingeschränkt. Die Vertrauenswürdigkeit der Ergebnisse wurde von den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die die Studien zusammenfassten, als moderat eingeschätzt.
Die Informationen und Zahlen stellen keine endgültige Bewertung dar, sondern basieren auf den besten derzeit verfügbaren Erkenntnissen.
Die Ergebnisse stammen aus einer systematischen Übersichtsarbeit, die sechs randomisiert-kontrollierte Studien (RCT) einbezog. An ihnen nahmen 334 Erwachsene mit einer Panikstörung (mit oder ohne Agoraphobie) teil. Die Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer waren zwischen 18 und 70 Jahre alt. Der Frauenanteil lag bei 67 %. Die Studien wurden in den Niederlanden, in Schottland, den USA und Malaysia durchgeführt. Sie fanden in einem ambulanten Setting, also nicht in Krankenhäusern, statt.
Die methodische Qualität der einzelnen randomisiert-kontrollierten Studien (RCT) ist eingeschränkt. Die Vertrauenswürdigkeit der Ergebnisse wurde von den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die die Studien zusammenfassten, als moderat eingeschätzt.
Die Informationen und Zahlen stellen keine endgültige Bewertung dar, sondern basieren auf den besten derzeit verfügbaren Erkenntnissen.
Menschenmit Panikstörung erleben immer wieder Panikattacken. Dabei treten Symptome starker Angst auf, ohne dass es dafür einen konkreten Auslöser gibt.
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Imai H, Tajika A, Chen P, Pompoli A, Furukawa TA. Psychological therapies versus pharmacological interventions for panic disorder with or without agoraphobia in adults. Cochrane Database Syst Rev. 2016;(10):CD011170.
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Aktualisiert am: 04.02.2026